Balladen, Hits und Lärm

Viehmarkt in Hofgeismar 2018: Musikprogramm soll geändert werden

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Gefiel den echten Fans, hatte aber zuwenig Stücke für Tänzer im Programm: Andreas Schulte sang am Piano die größten Hits von Elton John, begleitet von drei Sängerinnen, die auch fetzige Motown-Klänge daruntermischten.

Hofgeismar. Die Viehmarkt-Arbeitsgemeinschaft Hofgeismar will für das nächste Heimatfest vom 1. bis 4. Juni 2018 möglicherweise das Musikprogramm und das Konzept überarbeiten.

Obwohl die Veranstalter darauf achteten, dass für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist, gab es von einigen Seiten wieder Kritik. Die Viehmarkt-AG war mit dem Verlauf des in der Nacht zum Dienstag zu Ende gegangenen Heimatfestes allerdings zufrieden. Jedes Jahr müsse etwas verändert werden, um attraktiv zu bleiben, betonte Ulrich Manß von der Abteilung Festzelt.

Das erneute Experiment mit Revival-Bands am Sonntagabend kam zwar an, zeigte aber gleichzeitig auf, dass die Bandbreite an bekannten Bandvorbildern wie Abba, Queen und Genesis inzwischen weitgehend erschöpft ist. Sarah Elena Esser mit ihrer Band sorgte am Sonntagabend als Helene Fischer-Double mit Live-Gesang, der einige Male knapp daneben lag, für viel Stimmung im voll besetzten Zelt.

Beim folgenden Elton-John-Konzert mit Andreas Schulte und drei Sängerinnen bekamen die echten Elton-John-Fans strahlende Augen, etwa beim Duett  Don´t go breaking my heart, bei Your Song oder Candle in the wind, doch die vielen Balladen in Schultes Programm forderten das Tanzpublikum selten heraus. Dafür sorgte dann beispielsweise Sally Grant mit mehreren Motown und 80er Jahre Hits (Eye of the tiger). Am Ende waren noch etwa 250 Gäste im Zelt, das sich dann aber nach Mitternacht wieder füllte als ein DJ Chart-Hits auflegte.

Mallorca-Partyhits statt Blasmusik: Neues Konzept fürs kommende Jahr

„Wir müssen sehen, was wir nächstes Jahr machen“, sagte der für das Zeltprogramm zuständige Ulrich Manß gestern. Das müsse erst noch im Vorstand besprochen werden. Wichtig sei eine Band, bei der das Publikum alle Stücke mitsingen könne. Coverbands der Beatles oder der Stones würden sicher nicht mehr interessant für alle Jahrgänge sein. Zudem müsse die Band bezahlbar sein. Vielleicht sollte man sich einmal Mallorca zum Thema nehmen, sagte Manß.

Positiv sei auf jeden Fall gewesen, dass man auf die Blasmusik am Freitagabend verzichtet und nonstop mit Popmusik weitergemacht habe. Es bleibe aber sicher dabei, an allen vier Abenden Tanz und Unterhaltung anzubieten. Gedanken will man sich (wie berichtet) über den Festumzug machen. Hier sollte man mehr Eltern und Schüler direkt ansprechen, immerhin winken als Preis 100 Euro für die Klassenkasse.

Manche Besucher empfanden die Musik im Zelt als zu laut, weil sie sich selbst durch Schreien nicht mehr verständigen konnten. Der automatische Begrenzer für die Lautstärke sei aber auch diesmal wieder auf 90 Dezibel (Text rechts) eingestellt gewesen, bestätigte Festwirt Elmar Meilenbrock. Festbesucher Theo Ehmer (20) aus Göttingen sagte: „Die Musik war laut und gut. Rockmusik eben.“

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