Neuer Kontext für "Hände zum Himmel"

Volle Kirchenbänke beim Karnevals-Gottesdienst in Hofgeismar

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Abgehoben: Die Jugendgarde der Goldenen Elf holte in liebevoll nachgestellten Kostümen die Protagonisten von Jim Knopf von Lummerland nach Hofgeismar. 

Hofgeismar. Volle Kirchenbänke sehen die Pfarrer heutzutage häufig nur noch zu Weihnachten. Anders in Hofgeismar: Hier wird die Kirche auch beim Karneval voll.

„Halleluja und Helau“ hieß es wieder in der Neustädter Kirche. Dekan Wolfgang Heinicke hatte gemeinsam mit der Goldenen Elf Hofgeismar und einem Team aus der Stadtkirchengemeinde zu einem Gottesdienst der etwas anderen Art eingeladen. Peer Schlechta spielte auf der Orgel nicht nur kirchliche Lieder, auch karnevalistische Melodien erklangen, sodass „Die Hände zum Himmel“ an diesem Ort einen ganz neuen Kontext erhielt.

Zentrales Thema der Lesung und des Vortrags des Teams der Stadtkirchengemeinde war die Steuer. Während Wolfgang Heinicke die Geschichte von Jesus und den Steuereintreibern vortrug und betonte, dass Steuer - staatliche wie kirchliche - schon seine Berechtigung habe, sang der Chor im Wechsel mit ihm zur Melodie von „Im Märzen der Bauer“.

Dekan singt Büttenpredigt

Auch in seiner Büttenpredigt, wie immer sehr pointiert geschrieben, spitzzüngig und dabei doch nicht bösartig, griff der Dekan die Themen Steuer sowie Staat und Politiker auf. Dabei forderte er sein „Publikum“ zum Mitmachen auf, das nach dem ersten Kommentar „Es geht besser…aber es fängt schon einigermaßen an“ auch nur zu gerne in die Reime ergänzend einfiel. Und auch bei der Bitte „Singt mal bitte ‚Kein Schöner Land’“ ließ sich die Gemeinde nicht lange bitten. Heinicke trug nämlich seine Büttenpredigt nicht nur sprechend, sondern zu den Melodien verschiedener Volkslieder auch singend vor.

In der Bütt: Dekan Wolfgang Heinicke.

Mit Spannung erwartet wurden die Beiträge der Goldenen Elf, die ihre Prinzenpaare entsandte und mit der Mini- und der Jugendgarde für Begeisterung sorgte. In zauberhaften Kostümen boten die kleinen Tänzerinnen eine beeindruckende Choreografie und erhielten ebenso wie Funkenmariechen Anastasia großen Applaus. 

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