Forstamt ist besorgt 

Wegen anhaltender Trockenheit: Hohe Waldbrandgefahr im Reinhardswald 

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Die Waldbrandgefahr im Reinhardswald bei Hofgeismar ist derzeit hoch.

Wegen der anhaltenden Trockenheit warnt das Hessische Umweltministerium vor einer erhöhten Waldbrandgefahr im Reinhardswald bei Hofgeismar.

Daher wurde am Dienstag die zweithöchste Alarmstufe (A) ausgerufen. Diese gilt auch für Hessens größtes Waldgebiet, den Reinhardswald. „Die Waldbrandgefahr ist auch hier sehr hoch“, betont Klemens Kahle vom Forstamt in Reinhardshagen.

Auch wenn die Hitzewelle der vergangenen Woche vorerst vorbei ist und es sogar in Teiles des Reinhardswaldes ein wenig geregnet habe, sei die Gefahr damit nicht gebannt. „Die paar Tropfen Regen nützen nicht viel“, erläutert Kahle weiter.

Besucher sind zu Vorsichtsmaßnahmen angehalten

Bisher sei der Reinhardswald, im Gegensatz zum Vorjahr, in dem es zweimal brannte, verschont geblieben. Um Waldbrände zu verhindern, sind Besucher jedoch zu Vorsichtsmaßnahmen angehalten. „Im Wald herrscht immer absolutes Rauchverbot“, betont Kahle. Die Glut von weggeworfenen Zigaretten reiche aus, um ein Feuer zu entfachen. Außerdem sollten Autofahrer auf keinen Fall auf trockenem Gras oder Laub parken, damit die Hitze von Auspuff und Katalysator kein Feuer auslösen kann. 

Auch müssen Waldeinfahrten auf jeden Fall freigehalten werden, damit der Zugang für Einsatzkräfte gewährleistet ist. Wichtig ist, dass ein Waldbrand unverzüglich gemeldet wird, damit die Feuerwehr eine Ausbreitung verhindern kann. Kahle appelliert: „Wenn es brennt, sofort die 112 anrufen!“ Beim Notruf kommt es auf eine präzise Beschreibung des Ortes an. Zur Orientierung können Rettungspunkte und Parkplätze dienen, um den Einsatzkräften die Suche nach dem Brandherd zu erleichtern.

Immerhin: „Von einer Munitionsbelastung sind wir im Reinhardswald zum Glück verschont“, sagt Kahle. Eine Situation wie derzeit bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern, wo Einsatzkräfte einen Sicherheitsabstand einhalten müssen und mittlerweile sogar die Bundeswehr im Einsatz ist, sei hier nicht möglich.

Land Hessen hat zwei Alarmstufen

Auf Grundlage der Prognose des Deutschen Wetterdienstes sowie weiterer Faktoren, wie der Bodenfeuchte, dem bisherigen Witterungsverlauf und Brandgeschehen sowie Einschätzung der Großwetterlage wird vom Hessischen Umweltministerium eine der beiden Alarmstufen ausgelöst. 

Die Alarmstufe A ist eine Vorstufe zur Alarmstufe B. Bei Alarmstufe B herrscht fortgesetzt eine sehr hohe Waldbrandgefahr, die unter anderem die Möglichkeit zur flächendeckenden Sperrung von Grillplätzen, Waldwegen und Waldflächen beinhaltet.

Von Daniel Seeger

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