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Hofgeismar will Tourismus wieder nach vorn bringen

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Von: Daria Neu

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Dornröschenfigur auf der Marktplatz in Hofgeismar
Dornröschen muss aufwachen: Das finden jedenfalls die Hofgeismarer Stadtverordneten. Sie wünschen sich, dass sich etwas in puncto Tourismus tut. © Thomas Thiele

In Sachen Tourismus sind nicht alle Hofgeismarer mit der Vermarktung der Stadt zufrieden. Eine Arbeitsgemeinschaft soll den Mythos Dornröschenstadt in den Vordergrund zu rücken.

Dazu hatten auch die Stadtverordneten einen Beschluss gefasst. Stefan Dworak von der WSD fand bereits seinerzeit in der Sitzung klare Worte: „Da ist in der Vergangenheit etwas schief gelaufen.“ Fakt seien die sinkenden Zahlen der internationalen Gäste in der Stadt. Statt „Sleeping Beauty“ (englisch für schlafende Schönheit) würden Besucher an manchen Stellen Hofgeismars eher Fratzen begegnen. „Wir müssen Dornröschen in unserer Stadt wirklich sichtbar machen und uns auf unsere Stärken besinnen.“ Hofgeismar vermarkte seinen Sagenschatz nicht richtig, bemängelt Dworak.

Mit Blick aufs laufende neue Jahr äußert sich auch Bürgermeister Torben Busse zum Thema. Er stimmt der Kritik zu. „Wir haben verwaltungsintern den Auftrag bekommen, die Arbeitsgemeinschaft, die im Grunde schon besteht, formell zu untermauern.“ Das bedeute: einen kurzen Draht zu den wichtigen Akteuren zu halten und über Entwicklungen, Pläne und Ähnliches regelmäßig zu berichten. Laut Busse soll dies im Frühjahr auf den Weg gebracht werden.

„Die Coronakrise hat uns in der Vergangenheit auch in dieser Thematik ausgebremst“, so der Rathauschef. Konstruktive Zusammenarbeit, was die touristische Vermarktung einer Stadt angehe, sei immer noch in Präsenz viel einfacher als per Telefon oder Videochat. Darauf hoffe Busse, sobald sich die Lage entspanne. „Tourismus hat viele Dimensionen.“ Handel und Gewerbe, der Naturpark, die Märchenstraße und viele weitere Beteiligte müssten engmaschig mit ins Boot geholt werden. „Wir müssen uns noch besser vernetzen. Das ist keine Herausforderung, die bei Einzelpersonen liegt.“

Dworak sagt: „Die gesamte touristische Infrastruktur muss auf den Prüfstand.“ Die Präsentation von Wanderwegen, die Ausschilderungen von Sehenswürdigkeiten, die Gestaltung von Prospekten – all das gehe besser.

Die CDU betonte in der Sitzung mittels eines Änderungsantrages, dass es bereits vorhandene Strukturen gebe, diese genutzt werden sollten, anstatt eine neue Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Dennoch stimmte die Fraktion zu: Die touristische Präsentation Hofgeismars sei verbesserungswürdig. Diese Aussage unterstützte auch die SPD. Zwar habe sich in Hofgeismar vieles positiv entwickelt. Dennoch sei der Tourismus immer optimierungsbedürftig gewesen. Die FDP hinterfragte sogar: „Ist Dornröschen überhaupt noch das richtige Motto?“ Die Stadt mache damit zwar Werbung. Wichtig sei jedoch, sich auch auf andere Stärken zu konzentrieren. (Daria Neu)

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