200 Besucher aus gesamten Kreisteil

Hofgeismar: Streit um Windpark auf dem Heuberg erfasst das Umland

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Die Fachleute auf dem Podium: (von links): Hans-Gerit Lüdicke (Hessen Forst), Bürgermeister Markus Mannsbarth, Moderatorin Prof. Dr. Kristina Sinemus (Bürgerforum Energieland Hessen), Dr. Detlef Ahlborn (Vernunftkraft), Markus Schoppmann (wpd), Marc Brüning (Cube Engineering) und Dr. Heiko Sawitzky (Naturplanung).

Hofgeismar. Das geplante Windkraftgebiet auf dem Heuberg wird zum überörtlichen Politikum. Das ist spätestens seit der Bürgerinformation am Donnerstagabend klar.

Denn zur Bürgerinformation kamen neben Hofgeismarern viele Windkraftkritiker aus dem gesamten Kreisteil.

Über 200 Zuhörer saßen in der Hofgeismarer Stadthalle. Vertreten waren unter anderem Grebenstein, Liebenau, Trendelburg und von der Oberweser. Die Veranstaltung, ursprünglich mal als Informationsabend geplant, bekam auch einen starken politischen Charakter: Anwohner drückten ihre Ängste aus, ein Transparent wurde durch den Saal getragen, Kritiker machten ihrem Unmut über da Projekt Luft.

Die Fachleute bemühten sich, Ängste zu zerstreuen, bestätigten aber: Es wird einzelne Häuser im Lamerden und den Deichhöfen geben, die von Schlagschatten der Anlagen betroffen sind. Laut einem Experten zwar nur wenige Stunden im Jahr, bei den Anwohnern sorgte das trotzdem für Verunsicherung.

Neuigkeiten gab es zur Bürgerbeteiligung am Windpark: Bevorzugt wird laut Bürgermeister Markus Mannsbarth eine Art Sparbrief, der feste Rendite ohne Risiko bringe. Aber auch ein Genossenschaftsmodell sei noch nicht ausgeschlossen.

Neben Kritik am Projekt gab es Publikumsstimmen, die den Windkraftgegnern das St.-Florian-Prinzip vorwarfen.

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