Kinder laufen für Kinder

Hofgeismarer Adventslauf: Spenden für Kinder mit Klumpfuß in Tansania gesammelt

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Ab geht’s: Bei den Sechs- bis Zwölfjährigen gingen die Mädchen und Jungen getrennt an den Start, sie mussten 500 Meter für die gute Sache laufen. Hier sind die Jungs an der Reihe. 

Mit 72 Kindern gingen dieses Mal mehr als doppelt so viele Teilnehmer auf dem Hofgeismarer Marktplatz an den Start. Die Laufaktion soll nächstes Jahr womöglich wieder stattfinden. 

Junge Läufer aus dem gesamten Kreisteil lockte es am frühen Nachmittag auf die Piste: Da die Sechs- bis Achtjährigen stark vertreten waren, ließ man die Mädchen und Jungen getrennt die 500 Meter lange Strecke zurücklegen. 

Die Älteren, also junge Sportler im Alter bis zwölf Jahren, hatten 1000 Meter zu absolvieren. Ein super Ergebnis legte der elfjährige Finn Jäger hin, der in 4:10 Minuten vor Linus Klinge (4:28) ins Ziel einlief. Flott unterwegs war auch Charlotte Lefebrve, die bei der längeren Strecke das schnellste Mädchen war. 

Die Jüngsten legten sich ins Zeug

Ins Zeug hatten sich auch die Jüngsten gelegt, brauchte Joshua Petzold doch nur 2:09 Minuten für die Tour um den Marktplatz. Und bei den jungen Damen hatte Hannah Böhm die Nase vorn.

Spannend hätten es die Veranstalter auch gefunden, die Läufer über den Weihnachtsmarkt sprinten zu lassen, doch „das haben wir nicht hinbekommen, weil wir sonst zu viele Absperrungen benötigt hätten“, sagte Göring.

Kommendes Jahr wird es wegen der Sanierungsarbeiten am Marktplatz eine neue Strecke geben, welche steht noch nicht fest. Wahrscheinlich starteten sie dann am Töpfermarkt, hieß es da.

250 Euro kostet eine Operation

Verdreifachen konnten die Organisatoren nun bei der zweiten Auflage der Laufveranstaltung die Spendensumme für Kinder mit Klumpfüßen in Tansania. 777 Euro kamen durch die Startgelder und einige Zusatzspenden zusammen. „250 Euro koste eine Operation, ein Eingriff, der das Leben eines Kindes gänzlich ändere“, sagte Dr. Armin Martin, der mit seiner Frau Annekatrin seit sechs Jahren das Projekt „MiracleFeet“ unterstützt.

Wer in Afrika oder auch Indien mit einer solchen Fehlbildung geboren würde, den verstoße die Familie oft, bemerkte Martin, nicht selten würde auch die Mutter eines solchen Kindes gleich mit aus dem Familienverband rausgeworfen werden. Weltweit werden 175 000 Kinder mit einer solchen Fehlstellung geboren, die in Deutschland sofort nach der Geburt korrigiert wird.

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