Als Zuschauer im Parlament überrascht

Hofgeismarer Bürgerpreis für Dirk Altmann aus Hümme

Dirk Altmann aus Hümme (Mitte) mit Bürgermeister Torben Busse und Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing.
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Mit Preisträgerurkunde: Dirk Altmann aus Hümme (Mitte) mit Bürgermeister Torben Busse und Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing.

Ein klein wenig Trickserei war nötig, damit der Name des Preisträgers des Bürgerpreises der Stadt Hofgeismar bis zur Parlamentssitzung am Montagabend ein Geheimnis blieb.

Hofgeismar - Als sein Name aufgerufen wurde, zeigte sich Dirk Altmann sichtlich überrascht – war er doch unter dem Vorwand in die Stadthalle gelockt worden, er möge wegen seiner anstehenden Wiederwahl als Ortsgerichtsvorsteher für das, so heißt es formal, Ortsgericht Hofgeismar III (Hümme) anwesend sein.

Diese Abstimmung stand zwar auch auf der Tagesordnung, und ging einstimmig für Altmann aus, aber schon beim ersten Tagesordnungspunkt der Sitzung erfuhr der Hümmer, warum er tatsächlich eingeladen worden war – und nahm den Preis aus den Händen von Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing entgegen. Normalerweise wird die Auszeichnung auf dem Neujahrsempfang der Stadt verliehen, dieser fiel aber in diesem Jahr wegen Corona aus.

Altmann sei der bisher jüngste Preisträger, erklärte Grebing in ihrer kurzen Laudatio für den 38-Jährigen. Mit Bezug auf einen HNA-Artikel aus der Serie „Gute Geister“ zählte sie einige der ehrenamtlichen Tätigkeiten des Rechts- und Notarfachwirts auf: vom Volkschor über den Geschichtskreis Hümme und den Kirchenvorstand sowie den Verein Generationenhaus Bahnhof Hümme bis hin zu eben jenem Amt als Ortsgerichtsvorsteher. Auch Bürgermeister Torben Busse dankte Altmann im Namen von Magistrat und Verwaltung für sein Engagement.

„Ich bin wirklich überrascht und freue mich sehr“, sagte Altmann, der stehenden Applaus von allen Anwesenden erhielt. Es sei ihm eine Ehre, in die Reihe der Preisträger aufgenommen zu werden. Allerdings gebe es darunter so herausragende Persönlichkeiten, die sich über eine lange Zeit engagiert und so vieles erreicht hätten. „Mit denen kann ich mich nicht vergleichen“, sagte Altmann. Aber er wolle den Preis als Ansporn nehmen für weitere Tätigkeiten und Projekte – unter anderem für ein Heimathaus in Hümme mit geschichtlichen Einblicken, für das Räumlichkeiten gesucht werden.

Der Geehrte ging auch auf seine eigenen Helfer ein: Ohne die Unterstützung seiner Familie sei sein Engagement nicht möglich, betonte Altmann. Und auch nicht ohne viele Gleichgesinnte. Daher widme er den Preis auch den vielen anderen, die mit ihm ehrenamtlich arbeiten würden. (Matthias Müller)

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