TSG-Sportler suchen neues Gespräch

Hofgeismarer Fußballer über Sporthaus: „Da gab es Missverständnisse“

Das Sporthaus am Jahnsportplatz ist sanierungswürdig.
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Über 100 Jahre alt: Das Gebäude am ehemaligen Bundeswehrsportplatz in Hofgeismar benötigt eine Sanierung. Ob sie hier sinnvoll ist, darüber wird gerade innerhalb der TSG Hofgeismar diskutiert.

Neue Diskussionen gibt es bei der TSG Hofgeismar. Es geht um die Sanierung des Sporthauses am Jahnsportplatz.

Hofgeismar - Eine mögliche Distanzierung des Sportvereins TSG Hofgeismar von den großen Ausbauplänen für das Sporthaus am Jahnsportplatz zugunsten einer Sparvariante hatte TSG-Vorsitzenden Heinrich Sattler verkündet. Nach unserem Bericht über diese Empfehlung des TSG-Vorstandes an die Stadt, das Projekt nochmals zu überdenken, haben sich sowohl die TSG-Fußballer als auch die Volleyballer des VC Blockfrei zu Wort gemeldet. Die Volleyballer sind sehr wohl an Sanierung und Anbau am Gebäude interessiert.

Leider, so sagte gestern der stellvertretende Vorsitzende der Fußballabteilung, Manuel Thomas, habe es „einige Fehler in der Kommunikation“ gegeben. Man arbeite daran, die zu beheben. Am Dienstagabend habe es bereits eine zweistündige Videobesprechung gegeben, in der grobe Missverständnisse ausgeräumt wurden. Manuel Thomas: „Beide Seiten sind an Versöhnung interessiert. Wir wollen ja alle dasselbe, vor allem eine gute Kinder- und Jugendarbeit in Hofgeismar“.

In unserer Montagausgabe hatten wir über die Überlegungen des TSG-Hauptvorstandes berichtet, das von den Stadtverordneten bereits beschlossene Sanierungsprojekt, das eigentlich schon im Januar beginnen sollte, nochmals zu überdenken. Grund: Die Fußballaktivitäten in der TSG hätten nachgelassen.

Dagegen wehren sich die Fußballer. Im Jugendfußball seien neun Mannschaften aktiv mit 80 bis 85 Spielen im Jahr, wenn auch derzeit coronabedingt eingeschränkt. Der Altherrenfußball sei nicht eingestellt worden, sondern lediglich eingeschränkt und werde wieder aufgebaut. Die TSG habe gute Jugendspieler und mit ihnen könne in vier bis fünf Jahren eine gute Herrenmannschaft gebildet werden.

Irritation um Beschluss

Was den Vorstandsbeschluss an die Stadt angeht, den Baubeginn nochmal zu überdenken, hieß es nach dem TSG-Gespräch, dass er gültig sei, es aber Irritationen wegen der Gültigkeit gegeben habe, da sich die Regelungen unter Coronabedingungen geändert hatten.

Das bestätigte gestern auch Heinrich Sattler auf Anfrage der HNA. Er betonte, dass es nicht darum ging, die Fußballarbeit der TSG abzuwürgen, sondern die Gesamtsituation und die Spielorte innerhalb der Kernstadt noch mal neu zu bedenken. Nicht im Blick hatte die TSG allerdings die Volleyballer vom VC Blockfrei, die das Beachvolleyballfeld und das Multifunktionsgebäude am Jahnsportplatz mitbenutzen. „Mögen auch die Ursachen für eine Distanzierung zur Sanierung des Gebäudes mit der aktuellen Finanzlage der Stadt begründet sein, so darf nicht übersehen werden, dass das Gebäude insbesondere technisch nicht mehr den aktuellen Stand hat“, teilte die stellvertretende Vorsitzende Steffi Wiegand mit.

„Modernisierung versprochen“

Bei der Eröffnung der Beachvolleyballanlage sei dem VC Blockfrei durch den damaligen Bürgermeister Heinrich Sattler die Modernisierung der Duschen und Umkleiden sowie die Einrichtung eines geräumigen Vereinsraumes versprochen worden. Die Zusage habe dann, so der VC-Vorstand, nach über zehn Jahren zu einer Umbau- und Modernisierungsplanung geführt, bei der neben dem VC Blockfrei auch die TSG und die Pfadfinder Mitspracherecht hatten: „Mittel wurden bereitgestellt und Ausschreibungen auf den Weg gebracht. Und nun wird plötzlich festgestellt, dass das alles Geld kostet?“

Für eine dringende Sanierung spreche, dass die Duschen und Umkleiden veraltet seien, es keinen Vereinsraum, keine Küche und keinen Verkaufsraum gebe und auch die Toiletten dringend erneuert werden müssten. Der VC habe schon zehn Landesmeisterschaften im Beachvolleyball mit Top Teams aus ganz Hessen ausgetragen und musste immer beschämend auf den Zustand des Altgebäudes hinweisen, das kein Aushängeschild für die Stadt sei. Auf dem Volleyballgelände fänden noch zahlreiche weitere Veranstaltungen statt, für die ebenfalls dringend die Sanitär-, Umkleide- und Verkaufsräume benötigt würden.

Laut Sattler will sich der TSG-Vorstand nochmals treffen und dann weitere Infos herausgeben. Laut Fußballer Manuel Thomas sollen die Pfadfinder und Volleyballer in weitere Entscheidungen eingebunden werden. (Thomas Thiele)

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