Hofgeismarer Händler: Nur Wenige wollten nach Weihnachten umtauschen

Glücklich über den Umtausch: Finn-Stefan Müller freut sich, dass der Umtausch mit Hilfe von Barbara Meng so gut geklappt hat. Mama Sabrina Müller hatte sogar noch Gutscheine zum „Auffüllen“ dabei. Fotos: Gitta Hoffmann

Hofgeismar. Auch bei bester Planung kann es mal vorkommen, dass der Weihnachtsmann mit seinem Geschenk danebenliegt. Dennoch scheinen die Hofgeismarer ihre Wunschzettel sehr genau geschrieben zu haben.

Falsche Farbe, falsches Fabrikat oder die falsche Größe können beispielsweise Gründe für einen Umtausch sein. Doch die Geschäftsleute treffen dieser Tage kaum auf Kunden mit großen Umtauschwünschen.

„Wir haben nur ganz selten mal einen Kunden, der ein Geschenk umtauschen möchte“, berichtet Sonja Kaiser von der Goldschmiede Exler am Markt. Das könne unter anderem an der sorgfältigen Beratung liegen, die die Kunden hier erhalten, so die Verkäuferin.

Planung ist wichtig

Viele Konsumenten hätten zwar schon eine genaue Vorstellung, was sie schenken möchten und bemühten sich, das Richtige auszuwählen, aber es gäbe auch immer wieder Kunden, die recht hilflos vor der Auslage des Juweliers stünden. „Ich frage dann nach, ob die zu beschenkende Person eher schlichten Schmuck bevorzugt, sich sportlich kleidet oder glitzernde Dinge mag“, beschreibt Sonja Kaiser den Auswahlprozess, „gemeinsam finden wir dann das passende Geschenk.“ Eine gute Vorausplanung ist auch Gerdi Nolte von Markt 9 Moden in Hofgeismar von ihren Stammkundinnen gewohnt.

„Einige kommen vor Weihnachten und sagen dann „Ich gebe Ihnen mal einen Tipp. Wenn mein Mann nächste Woche kommt…“. Dann wird das Wunschgeschenk schon mal unauffällig bereit gelegt, sodass der Geschmack der Kundin wie von Zauberhand beim Schenken durch den Ehemann erfüllt wird.

Gut informiert

Dieser Service und die gute Beratung führten bei Markt 9 Moden dazu, dass in diesem Jahr noch kein Kunde bei Gerdi Nolte einen Umtausch vornehmen wollte.

Ähnlich sieht es bei der Firma Schmöle im Steinweg aus. Im Fachgeschäft für Unterhaltungselektronik gibt Rita Schmöle an, dass Umtäusche eigentlich nie ein großes Thema für sie seien.

„Das liegt daran, dass die Kunden gut informiert sind und gezielt einkaufen“, erklärt sie. „Die Kinder suchen heutzutage meist mit aus, was sie von den Eltern geschenkt haben möchten, sodass es da dann keine großen Überraschungen unter dem Weihnachtsbaum gibt.“

Presse gegen Traktor

Aber dennoch gibt es die Kunden, die ihr Weihnachtsgeschenk umtauschen möchten. Wie den fünfjährigen Finn-Stefan Müller. Er hat unter dem Weihnachtsbaum eine Ballenpresse von der Firma Bruder vorgefunden. Eigentlich gar nicht schlecht, doch leider hat er die schon, erklärt er Barbara Meng vom Kinderparadies Meng. Daher möchte er doch lieber den multifunktionalen Deutz-Traktor haben. Mama Sabrina Müller überbrückt die preisliche Differenz mit Gutscheinen, die Finn-Stefan zum Geburtstag bekommen hat und dieser freut sich sichtlich über das schöne Geschenk. „In diesem Jahr sind weniger Umtäusche als sonst“, ergänzt Barbara Meng, „die Kinder sagen nicht nur vorab ganz präzise, was sie haben möchten, die Eltern kommen mit dem Smartphone, auf dem die Kinderwünsche explizit gespeichert sind.“

Dennoch gab es bereits vor Weihnachten Umtäusche, wenn zum Beispiel die Großeltern erfahren haben, dass sie das falsche Präsent erstanden haben. „Dann bekamen wir die von uns eingepackten Geschenke samt Geschenkpapier wieder zurück“, lacht Barbara Meng, „und haben so Oma und Opa vor der Enttäuschung des Enkels am Heiligen Abend bewahrt.“

Von Gitta Hoffmann

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