Es geht in eine neue Runde

Hofgeismarer Stadtverordnete wollen verschiedene Optionen für Stadthalle prüfen

Stil der 1970er-Jahre: Die zum ersten Hofgeismarer Hessentag 1978 eröffnete Stadthalle wurde nie komplett fertiggestellt und ist dringend sanierungsbedürftig. Auch ein Abriss ist denkbar. Die Stadtverordneten wollen ihren Neubaubeschluss von 2019 noch mal überprüfen.
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Stil der 1970er-Jahre: Die zum ersten Hofgeismarer Hessentag 1978 eröffnete Stadthalle wurde nie komplett fertiggestellt und ist dringend sanierungsbedürftig. Auch ein Abriss ist denkbar. Die Stadtverordneten wollen ihren Neubaubeschluss von 2019 noch mal überprüfen.

In die Suche nach der besten Lösung für eine neue Stadthalle in Hofgeismar kommt nun wieder Bewegung.

Hofgeismar - Die Stadtverordneten haben am Montagabend auf Antrag der CDU einstimmig beschlossen, die Kosten sowohl für einen Komplettabriss als auch für eine Sanierung zu ermitteln. Wie Bürgermeister Torben Busse gegenüber der HNA erklärte, sollen zudem alle in Frage kommenden Grundstücke für einen Neubau untersucht werden und nicht nur die Grundstücke im Besitz der Stadt.

Ein Änderungsantrag der SPD, wegen der Komplexität und der finanziellen Tragweite eine Kommission einzurichten, wurde abgelehnt. Der zehn Punkte umfassende Antrag der CDU sieht vor, dass der Magistrat beauftragt wird, die Kosten für einen Komplett-Abriss der Stadthalle zu ermitteln – aber auch erneut die Möglichkeit der Modernisierung beziehungsweise Sanierung der Stadthalle am bestehenden Standort zu prüfen und dafür ebenfalls die möglichen Kosten zu ermitteln. Insbesondere seien Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie die Wärmedämmung zu untersuchen und Erweiterungsmöglichkeiten des Saales zu prüfen.

Zudem soll der Magistrat den Untersuchungsauftrag zum schon vorliegenden Standort-Gutachten zum Neubau einer Stadthalle so abändern, dass nicht nur die stadteigenen, sondern alle in Frage kommenden Grundstücke erneut untersucht werden.

Magistrat soll Zuschussmöglichkeiten prüfen

Der Magistrat soll außerdem die Anzahl der Veranstaltungen in der Stadthalle einschließlich Besucherzahlen sowie die jährlichen Fixkosten zum Stadthallenbetrieb und auch die Einnahmen jeweils für die Jahre 2016 bis 2019 ermitteln. Die Möglichkeiten des Verkaufs, der Verpachtung oder andere Möglichkeiten der Verwertung des jetzigen Gesamtgeländes Stadthalle einschließlich der Parkplatzflächen seien zu ermitteln und der Erlös zu schätzen. Außerdem soll der Magistrat Zuschussmöglichkeiten prüfen und einen „ergebnisoffenen Ideenwettbewerb“ zum Neu- beziehungsweise Umbau der Stadthalle veranstalten.

Schon 2018 hatte die Stadt Alternativstandorte am Anger, am Schulsportplatz, neben dem Rocholl-Park sowie an Stelle der alten Turnhalle und Jugendherberge am Reithagen untersuchen lassen und einen Garten für eine mögliche Zufahrt angekauft. Mitte 2019 fassten die Stadtverordneten mit 22 Stimmen von SPD, CDU, WSD und Linken bei vier Gegenstimmen von WSD und FDP einen Grundsatzbeschluss für einen Neubau auf dem Reithagengelände. Dann kam das Projekt ins Stocken.

CDU: Hängepartie beenden

Die CDU begründet ihren jetzigen Antrag mit dem unverändert stark sanierungsbedürftigen Zustand der Stadthalle. Lüftungs- noch Heizungsanlagen entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik, die Vorgaben an Wärmeschutz, Energie-Einsparung und Brandschutz würden nicht erfüllt. Nachdem in den vergangenen Jahren über einen Neubau mit großzügigen Zuschüssen berichtet und diskutiert wurde, sei aus verschiedensten Gründen eine finale Entscheidung unterblieben. Unter anderem hatten sich nach Informationen der HNA die Fördermöglichkeiten geändert.

Aus Sicht der CDU-Fraktion sollte diese „Hänge-Partie“ nun beendet werden. Es solle unter Einbeziehung neuer Ergebnisse aus den Prüfungen und einer erneuten Diskussion in der Bevölkerung und den städtischen Gremien eine Lösung gefunden werden. (Thomas Thiele)

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