Mittendrin oder noch bei der Probe

Hofgeismarer Sternsinger brachten Segenswünsche an Türen an

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Wollen Gutes tun: Nachdem Pfarrer Martin Schöppe die Hofgeismarer Sternsinger gesegnet hatte, ging es für die 15 Mädchen und Jungen los. Von morgens zehn Uhr bis in die späten Nachmittag hinein waren sie in Hofgeismar, Liebenau und Trendelburg auf Tour.

Während die einen noch üben, sind die anderen schon mittendrin: Rund um den heutigen Dreikönigstag ziehen wieder Kinder im Kreisteil Hofgeismar als Sternsinger von Haus zu Haus.

Die jungen Könige aus Hofgeismar waren schon am Wochenende unterwegs, indessen die Reinhardshäger noch mit der Generalprobe beschäftigt waren.

Gute Stimmung herrschte bei der Hofgeismarer Dreikönigsschar, dürfen sie nach zwei Jahren Abstinenz wieder beim örtlichen Neujahrsempfang dabei sein. Die Gespräche zu diesem Thema seien nie abgebrochen gewesen. Es sei schön, dass sie nun wieder den Bürgern ihren Segen überbringen dürften, so Pfarrer Martin Schöppe.

Die 15 Sternsinger besuchten am Samstag und Sonntag geschätzte 120 Haushalte in Hofgeismar sowie dem Liebenauer und Trendelburger Raum. „Es ist spannend, wie es überall so aussieht“, sagt Jakob Nikutta. Natürlich sei es schon anstrengend an die 20 Mal zu singen und die Texte aufzusagen, doch sie machten es gerne, schließlich würden sie damit armen Kindern im Libanon helfen, hieß es da.

Besonderen Eindruck hatte übrigens der Stopp bei der Feuerwehr hinterlassen, dessen Eingang ebenfalls die Aufschrift „20*C+M+B+20“ bekam. Am Anfang und Ende stehe das Jahr, die Buchstaben stünden für Christus, Mansionem, Benedicat, was Christus segne dieses Haus bedeute, erklärt Marie Bötte und ergänzte, dass der Stern an die Weisen aus dem Morgenland erinnern solle.

Haben fleißig geübt: Die Reinhardshäger Dreikönigsschar werden sie erst am kommenden Samstag in Reinhardshagen hundert Haushalte besuchen.

All das wissen auch die Reinhardshäger Sternsinger, die kommenden Samstag in Veckerhagen und Vaake ebenso an die hundert Häuser besuchen wollen. Auch hier machen 15 junge Menschen mit, die aufgeteilt in vier Gruppen als Dreikönigsschar unterwegs sein werden. „Gut ein Drittel aller Haushalte, die wir besuchen, ist evangelisch. Die Sternsingertradition ist bei uns eine ökumenische Sache“, erklärt Petra Haun, die die Gruppe betreut.

Da man nicht nur viel erlebt, sondern es auch massig Süßigkeiten für die Mädchen und Jungen gibt, freuen sich alle schon jetzt darauf. Sie bekämen oft so viel, dass sie dem örtlichen Kinderheim davon immer etwas abgegeben hätten und das auch diesmal so halten wollten, so die Leiterin. Ansonsten findet die umherziehende Schar es immer „schön, wenn wir in ein Haus hineingebeten werden, dort etwas trinken und naschen dürfen“, wie Theresa Dolle erzählt.

Obwohl seit einigen Jahren über den Mohren Melchior kontrovers diskutiert wird, hält man in Reinhardshagen daran fest: „Normalerweise haben wir auch einen schwarzen König dabei, ich finde das überhaupt nicht rassistisch“, sagt Haun. In der Regel überlasse sie diese Entscheidung den Kindern, die da aber meist nichts dagegen hätten. Da deutschlandweit alle 300 000 Sternsinger für das gleiche Projekt sammeln, gehen auch die Spenden aus Rein in den Libanon.

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