Bewerbungsrunde läuft

Hofgeismars Dornröschen künftig ohne Prinz

Repräsentierten Hofgeismar beim Hessentag: Dornröschen Rebecca Ross und Prinz Andreas Richhardt. Archivfoto: privat/nh

Hofgeismar. Die Stadt Hofgeismar braucht ein neues Dornröschen als Repräsentantin. Sie wird aber künftig solo unterwegs sein - ohne Prinz. 

Eine Darstellerin fehlt noch. Rebecca Ross, die die Stadt beim Hessentag repräsentierte, ist aus dem Amt ausgeschieden. Jetzt können sich junge Frauen im Alter von 17 bis 25 Jahren dafür bewerben.

„Die Dornröschen-Darstellerin sollte nicht kontaktscheu sein und gut vor Gruppen sprechen können“, nennt Wilfried Eckart, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Hofgeismar, als die wichtigsten Kriterien. Ebenso seien gute Kenntnisse über die Geschichte der Märchenfigur und die touristischen Attraktionen in der Region gefordert. Als Dornröschen soll die Darstellerin nicht nur die Stadt repräsentieren, sondern auch das Märchenland Reinhardswald.

Die Amtsinhaberin wird ein straffes Programm haben: Eckart schätzt, dass sie rund 30 Mal über das Jahr verteilt bei Veranstaltungen auftreten wird. Die Darstellerin bekommt Tagessätze als Aufwandsentschädigung. „Sie kann wichtige Lebenserfahrungen sammeln und bekannten Personen nah kommen.“

Das bisherige Dornröschen, Rebecca Ross, traf unter anderem auf den Bundespräsidenten und den Ministerpräsidenten. Eigentlich spielte sie die Rolle der Märchenfigur auf der Sababurg. Für den Hessentag lieh sich die Stadt die Darstellerin. Mittlerweile hat Rebecca Ross ihr Abitur gemacht und ist zurzeit nicht mehr in Hofgeismar. „Es war von Anfang an klar, dass sie nach dem Hessentag nicht mehr das Dornröschen sein wird“, sagt Eckart.

Einen Prinzen, wie beim Hessentag, soll es aber nicht mehr geben. „Wir wollen uns auf unsere Werbefigur, das Dornröschen, konzentrieren.“ Auf eine bestimmte Zeitspanne begrenzt soll das Amt nicht sein.

Bis zum 28. Februar müssen die Bewerbungen beim Heimat- und Verkehrsverein eingegangen sein. Sie sollten ein Foto, den Lebenslauf und einen kurzen Text enthalten, in dem die Bewerberinnen deutlich machen, warum sie sich für die Aufgabe interessieren. Auch ein Video kann eingereicht werden. Das Dornröschen muss nicht aus Hofgeismar kommen. Die Stadt ist auch für Bewerberinnen aus anderen Kommunen offen.

Eine Kommission, bestehend unter anderem aus Wilfried Eckart und Bürgermeister Markus Mannsbarth, wird dann das neue Dornröschen auswählen. „Vor allem die Persönlichkeit und das Aussehen werden für uns ausschlaggebend sein.“

Wer sich die Aufgabe jetzt noch nicht direkt zutraue, müsse aber keine Scheu haben, so Eckart. „Die Repräsentantin bekommt vorher noch eine Dornröschen-Ausbildung.“

Bewerbungen:  Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar, Rathaus, Markt 1, 34369 Hofgeismar.

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