Corona-Pandemie

So laufen die Corona-Impfungen im Caldener Zentrum ab

Fünf Personen stehen mit Mund-Nasen-Bedeckungen vor einem Glaskasten-Raum.
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Bereits im Vorraum Reinraums, in dem der Impfstoff final zubereitet wird (Glasraum im Hintergrund), gibt es starke Luftfilter, sodass theoretisch keine Masken nötig sind, sagt Apotheker Stephan Parzefall (Zweiter von links). Ebenfalls zu sehen: (von links) Andreas Siebert, die Apotheker Kim Lisa Voelkel und Christian Heckmann sowie Sebastian Mazassek.

Das Corona-Impfzentrum auf dem alten Flugplatzgelände in Calden ist seit Freitag einsatzbereit. Der Ablauf des Impfprozesses ist organisatorisch strikt durchgetaktet.

Calden – Das Corona-Impfzentrum auf dem alten Flugplatzgelände in Calden ist seit Freitag einsatzbereit. „Damit haben wir den Einsatzbefehl des Landes punktgenau erfüllt“, sagte Landrat Uwe Schmidt bei der Vorstellung des Zentrums.

Wann genau mit den ersten Impfungen begonnen werden kann, stehe jedoch noch nicht fest. „Wir gehen aber nicht von Terminen noch vor Weihnachten aus“, sagte Schmidt auf Anfrage.

Was aber bereits feststeht: Wie der Ablauf im Impfzentrum aussieht, wenn es losgeht. Ein Rundgang durch das Impfzentrum zeigt, welche Stationen es dort zu durchlaufen gilt und was es zu beachten gibt.

So ist das Impfzentrum in Calden zu erreichen

Zu erreichen ist das Zentrum sowohl mit dem Auto als auch mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Laut Vizelandrat Andreas Siebert wird es einen Zubringerbus vom Flughafen zum Impfzentrum geben. Zu dem Gebäude gibt es einen barrierefreien Zugang.

Beachtet werden muss: Für Impfungen im Impfzentrum ist eine offizielle Bescheinigung notwendig. Wie die Patienten diese erhalten, stand am Freitag noch nicht fest.

Die Anmeldung ist erst nach Gesundheitscheck möglich

Bevor die Impfwilligen überhaupt die Eingangshalle des Impfzentrums betreten können, werden sie noch einmal gesundheitlich durchgecheckt.

Dabei soll sichergestellt werden, dass sie keine Krankheits-Symptome wie Husten zeigen. Auch die Körpertemperatur wird dabei gemessen.

Dürfen die Patienten die zweigeteilte Eingangshalle betreten, müssen sie im Eingangsbereich an verteilt stehenden Tischen zunächst noch gegebenenfalls fehlende Formulare ausfüllen. Danach werden sie in den Wartebereich geschickt.

Nach dem Wartebereich zu flughafenähnlichen Schaltern

Im Wartebereich gibt es Stühle, die in coronakonformen Abständen Platz für bis zu 70 Personen bieten. Auf großen Bildschirmen erscheinen dann die vergebenen Terminzeiten derjenigen Patienten, die als Nächste geimpft werden.

Erscheint die Uhrzeit des eigenen Termins, meldet sich der Impfwillige mitsamt dem für die Patientenakte notwendigen Impfpapieren und Impfpass an einem der Schalter, die optisch an den Check-In-Bereich eines Flughafens erinnern.

Sie sind mit verschiedenen Farben gekennzeichnet, die bereits den später aufzusuchenden Impfbereich markieren. Ist die Anmeldung am Schalter abgeschlossen, betritt der Besucher einen Gang zu den Impfbereichen.

Ab jetzt finden alle Abläufe im Einbahnstraßen-Prinzip statt und sollen im Schnitt 30 Minuten dauern.

Der Weg zu den Impfbereichen ist mit Decken-Schildern und Pfeilen auf dem Boden markiert.

Insgesamt gibt es 10 Impfbereiche mit je 4 Kabinen

Bevor die Impfwilligen sich ihrem Impfbereich zuordnen, kommen sie in einen breiten Gang, in dem die Sicherheitsabstände komfortabel eingehalten werden können.

Im Einbahnstraßen-Prinzip gehen sie zu ihrem durch die Farbe an dem Schalter zugeordneten Impfbereich. Insgesamt gibt es davon zehn, die mit den Buchstaben A bis J gekennzeichnet sind. In jedem gibt es vier Kabinen.

Dort sprechen die Patienten mit dem behandelnden Arzt und werden anschließend auf einer Liege geimpft. Für das Gespräch sind sechs, für die Impfung vier Minuten inklusive Liegezeit eingeplant.

Geimpfte müssen noch 15 Minuten zur Beobachtung bleiben

Nach der Impfung bleiben die Patienten noch 15 bis 20 Minuten zur Beobachtung in den breiten Gängen sitzen. Während der Arzt in die nächste Kabine geht, behält er sie wegen gegebenenfalls auftretenden Nebenwirkungen im Blick.

Gibt es keine Auffälligkeiten, verlassen die Geimpften durch Hinterausgänge das Gebäude. (Jan Trieselmann)

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