Eichen und Ebereschen an B 83 kommen nicht ans Wasser

Ortsumgehung Hofgeismar: Straßenbäume gehen ein

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Verdorrte Vegetation: Reihenweise sind vergangenes Jahr gepflanzte Eichen und Ebereschen an der Hofgeismarer Ortsumgehung der B 83 eingegangen.

Nicht nur im Wald leiden die Bäume unter der Trockenheit. Auch an den Straßenrändern der Region werden die Schäden am „Straßenbegleitgrün“ immer sichtbarer.

An der Hofgeismarer Ortsumgehung der B 83 ist es besonders dramatisch. Dort sind junge Eichen und Ebereschen zu Dutzenden eingegangen. An manchen der Bäume hängt noch verdorrtes Laub, andere weisen komplett kahle Zweige auf. Und bei vielen Bäumen, die noch ein paar grüne Blätter tragen, ist abzusehen, dass sie das nächste Frühjahr kaum mehr austreiben werden. Die Bäume sind im Frühjahr 2018 entlang der Ortsumgehung auf beiden Seiten gepflanzt worden. 

Die Anpflanzung war eine sogenannte Ausgleichsmaßnahme nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Sie soll die mit dem Straßenbau einhergegangenen Eingriffe in Natur und Landschaft ausgleichen. Doch der Dürresommer machte den Bäumen schwer zu schaffen. Auf den erst im Zuge des Neubaus der Bundesstraße aufgeschütteten Dämmen kamen ihre Wurzeln nicht an wasserführende Bodenschichten. Und oberirdisch wurde ihnen kein oder nicht genügend Wasser zugeführt. 

Die Situation änderte sich auch in diesem Jahr nicht: Die bisherigen Niederschläge reichen nicht aus, um Neuanpflanzungen ausreichend zu versorgen. Laut Hessen Mobil ist die beauftragte Firma für das Gedeihen der Bäume verantwortlich. „Für eine ausreichende Bewässerung von Büschen und Bäumen hat die Firma zu sorgen“, sagt Gerd Bohne, stellvertretender Sprecher der Niederlassung in Bad Arolsen. Diese ein Jahr währende „Fertigstellungspflege“ werde vertraglich vereinbart. 

Darüber hinaus verpflichten sich Firmen, die solche Aufträge vom Landesbetrieb übernehmen, auch zur „Entwicklungspflege“. Die dauert zweieinhalb Jahre, in der die Bäume soweit gebracht werden sollen, dass sie ohne zusätzliche Maßnahmen weiterwachsen können. Der Etat für die Bepflanzung an der Bundesstraße beläuft sich auf 270 000 Euro. Diese Summe könne Hessen Mobil an den Auftragnehmer erst auszahlen, „wenn die Maßnahme bei einem Ortstermin abgenommen worden ist“, sagt Gerd Bohne. Das sei noch nicht passiert.

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