Infoveranstaltung zu Flüchtlingen in Hofgeismarer Kirche

Bus fährt in Erstaufnahmeeinrichtung: Auch um die Flüchtlinge in Beberbeck wird es gehen. Archivfoto: Temme

Hofgeismar. Land und Kreis beantworten Fragen zum Thema „Flüchtlinge in unserer Stadt" in der Neustädter Kirche.

Gut 40 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises in der Manteuffelanlage, zwischen 250 und 300 Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung Beberbeck, sowie einige selbstständige Familien: Insgesamt leben derzeit bereits deutlich über 300 Flüchtlinge im Hofgeismarer Stadtgebiet. Ausgehend von der Initiative eines Unterstützerkreises hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten ein dichtes Netz an Unterstützungs- und Hilfsangeboten entwickelt.

Ein Forum für Informationen, Austausch und Fragen zum Thema „Flüchtlinge in unserer Stadt“ will die Evangelische Kirche in Hofgeismar schaffen, indem sie am Mittwoch, 18. November, 20 Uhr zu einer Infoveranstaltung in die Neustädter Kirche (Elisabethstraße) einlädt. Vertreter von Regierungspräsidium und Landkreis werden dort über Situation und Entwicklungen sowohl in der Erstaufnahmeeinrichtung Beberbeck als auch in der Gemeinschaftsunterkunft Manteuffelanlage berichten: vom Regierungspräsidium Erwin Baumann, Leiter des Katastrophenschutzes, sowie die RP-seitigen Objektleiter in Beberbeck, Helmut Gerland und Wolfgang Tenert, vom Landkreis Sozialamtsleiter Jörg Roßberg.

Weiter wird es Informationen zu den rechtlichen Voraussetzungen und zum Ablauf der Asylverfahren geben. Der Hofgeismarer Unterstützerkreis wird seine Aktivitäten vorstellen, und ein syrischer Flüchtling aus der Gemeinschaftsunterkunft wird über seine Erfahrungen berichten. Anwesend sein werden auch die Koordinatorin der Sozialbetreuung in Beberbeck, Kerstin Schäfer vom ASB, sowie die für die Gemeinschaftsunterkunft zuständige Sozialarbeiterin, Catja Houij. Die Moderation hat Dekan Wolfgang Heinicke übernommen.

Um Fragen aus dem Publikum zu bündeln und an die Referenten zu richten, werden nach dem Vorbild von Kirchentagen „Anwälte des Publikums“ bereit stehen.

Wegen der Infoveranstaltung wird der Gottesdienstplan der evangelischen Kirchengemeinden geändert: Die beiden ursprünglich für diesen Tag für 19 Uhr vorgesehenen Gottesdienste in der Brunnenkirche und in der Neustädter Kirche werden zusammengelegt zu einem stadtweiten Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Neustädter Kirche.

Nach einer deutlichen Zäsur findet dann dort um 20 Uhr die Infoveranstaltung statt. „Der Buß- und Bettag ist traditionell unser am stärksten politisch geprägter Feiertag“, sagt Pfarrer Dr. Björn Slenczka, Vorsitzender des Gesamtverbands der Evangelischen Kirchengemeinden in Hofgeismar. „Ursprünglich wurde dieser Feiertag von den Landesfürsten als staatskirchlicher Buß- und Bettag für ihren Herrschaftsbereich angesetzt. Es steht daher in der Tradition dieses Tages, wenn wir ihn nutzen, um für ein aktuelles, die Menschen und unser Land bewegendes Thema qualifizierte Öffentlichkeit herzustellen.“

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