Zielstrebig ins Eheglück

Ingrid und Adolf Weber aus Hofgeismar feiern diamantene Hochzeit

Auf der Kirmes hat es einst gefunkt: Ingrid und Adolf Weber leben seit 2007 in Hofgeismar, wo sie heute ihren diamantenen Hochzeitstag feiern.
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Auf der Kirmes hat es einst gefunkt: Ingrid und Adolf Weber leben seit 2007 in Hofgeismar, wo sie heute ihren diamantenen Hochzeitstag feiern.

Ihre Zielstrebigkeit zahlte sich aus. Denn bereits beim ersten Treffen mit ihrem zukünftigen Mann wusste Ingrid Weber, geborene Thöne: „Den kriege ich!“

Hofgeismar/Eberschütz- Und heute feiern Adolf und Ingrid Weber ihre diamantene Hochzeit. „Ich war gleich ein wenig in ihn verschossen, als ich ihn auf der Kirmes in Eberschütz sah“, erinnert sich Ingrid Weber. „Ich habe zu meiner Freundin gesagt „Ich garantiere Dir, den kriege ich“, und in der Tat hatte die damals 17-Jährige Erfolg. „Sie war ein hübsches Mädel“, erinnert sich Adolf Weber an die ersten Treffen in Eberschütz. Dort hatte der junge Müller in der Meier Mühle Arbeit gefunden. Ursprünglich stammte er aus dem Sudetenland. Zwei Jahre später feierte das Paar am 19. Geburtstag von Ingrid Verlobung, und im Jahr darauf wurde am 29. Juli Hochzeit gefeiert. „Morgens hat es noch geregnet, aber dann klarte es auf“, weiß die 80-Jährige noch heute. Die junge Familie blieb in Eberschütz, der Heimat von Ingrid Weber, und vergrößerte sich allmählich. Drei Töchter machten das Glück vollkommen und heute zählen auch noch zwei Enkelkinder zur Familie.

Als die Mühle in Eberschütz schloss, arbeitete Adolf Weber zunächst als Kraftfahrer und schließlich als Busfahrer. Zunächst noch bei der Firma Nägel in Lamerden tätig, fuhr er anschließend für Hecker-Reisen aus Liebenau. Aus dieser Zeit wird er vielen Fahrgästen noch heute bekannt sein, denn nicht nur Linienfahrten, sondern auch der Transport von Schulkindern gehörten zu seinen Aufgaben. Bis zu seinem 80. Geburtstag vor zwei Jahren saß er noch hinter dem Steuer eines Busses und wurde sogar dreimal als freundlichster Busfahrer ausgezeichnet.

Inzwischen wohnen Adolf und Ingrid Weber in Hofgeismar. „Die Frau wollte das unbedingt“, erklärt der Senior und fügt mit einem Schmunzeln hinzu, dass er dem Umzug nur unter der Bedingung zugestimmt habe, seine Hühner mitnehmen zu dürfen.

Das größte Hobby Adolf Webers ist jedoch der Fußball. Der SG Diemeltal fährt der treue Fan zu jedem Spiel hinterher. Darüber hinaus war er lange Jahre als Linienrichter tätig und ist heute Ehrenmitglied im VfB Eberschütz.

Blieb neben den Arbeiten in Haus und Garten noch Zeit übrig, widmete sich Ingrid Weber ihrer Handarbeit. Stricken, Nähen aber auch Malen zählten zu ihren Hobbys. Darüber hinaus wurde alles das verarbeitet, was der Garten bot: „Wir waren immer Selbstversorger“, erzählt sie stolz, sie koche noch heute Marmelade.

Das Hochzeitsfoto: Ingrid und Adolf Weber als Brautpaar vor 60 Jahren. Repro: Gitta Hoffmann

„Wir haben uns auch schon mal in der Wolle gehabt“, berichtet das Paar rückblickend auf die 60 gemeinsamen Ehejahre. „Es kam schon mal vor, dass ich zehn Tage lang nicht mit ihm geredet habe“, gibt Ingrid Weber zu. „Da konnte ich stur sein.“ Am Ende haben dann aber meist beide nachgegeben.

Gefeiert wird im engsten Familienkreis, und die Webers haben nur einen Wunsch: „Wir möchten gesund zusammenbleiben und unsere Selbstständigkeit erhalten. Denn wir wollen ja weiterhin als Babysitter für unsere Enkelin da sein!“ (Gitta Hoffmann)

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