Abwasserentsorgung in die Weser

K+S: Entscheidung über Weser-Pipeline fällt diese Woche

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K+S: Entscheidung über Weser-Pipeline fällt diese Woche

Über das umstrittene K+S-Projekt, für die Ableitung der Salzabwässer eine Pipeline von Osthessen bis zur Oberweser zu bauen, soll in dieser Woche eine Entscheidung fallen.

Am Donnerstag tagt die Ministerkonferenz der Flussgebietsgemeinschaft Weser in Kassel. Sie hatte im Dezember eine deutliche Positionierung vertagt. Den Vorsitz des Treffens hat die hessische Umweltministerin Priska Hinz.

Im Dezember hatte das Gremium festgestellt, dass die Prüfung technischer Lösungsoptionen mehr Zeit benötige. Trotz aller Anstrengungen durch den Düngemittelhersteller und die Länder sei es nicht möglich gewesen, zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung über die Notwendigkeit der Pipeline zu treffen.

K+S: Thema ist völlig offen

Für K+S ist das Thema kurz vor der Entscheidung noch völlig offen. „Hinsichtlich der Planungen für die Fernleitung haben wir immer betont, dass sie für K+S eine Option ist, solange keine bessere, das heißt umweltschonendere, Möglichkeit besteht, die anfallenden Salzabwässer zu entsorgen“, sagt K+S-Sprecher Ulrich Göbel auf HNA-Anfrage, „Wir haben auch immer gesagt, dass wir keine Pipeline um jeden Preis bauen möchten.“ Daran habe sich nichts geändert.

K+S-Büro nur sporadisch geöffnet

Das K+S-Büro in der Hofgeismarer Fußgängerzone war in den vergangenen Wochen immer wieder geschlossen. Mehrfach wiesen Zettel im Schaufenster darauf hin, dass dort vorübergehend kein Ansprechpartner zur Verfügung stünde.

„Es trifft zu, dass das Büro in den vergangenen Wochen nicht immer während der üblichen Zeiten geöffnet war. Gründe dafür waren – neben dem Urlaub von Mitarbeitern – auch Terminüberschneidungen wegen des Hessentages in Bad Hersfeld“, sagt Ulrich Göbel. Er betont, dass in der Region weiterhin Interesse am Thema bestünde und begründet dies damit, dass zuletzt wöchentlich zwei neue Besucher gekommen seien, um sich zu informieren. Dazu kämen bereits bekannte Besucher, die sich auf dem Laufenden halten wollten.

Entsorgung von Salzrückständen

Die Produktion von K+S hängt maßgeblich von der Entsorgung von Salzrückständen ab. Einer der wichtigsten Entsorgungswege ist die Werra, die in die Weser mündet. Mit dem Rohr aus dem osthessischen Kalirevier könnte K+S direkt in die Weser einleiten. Der mögliche Korridor für die Pipeline läuft quer durch den Reinhardswald mit möglichen Einleitstellen zwischen Gieselwerder und Bad Karlshafen.

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