Käthe-Kollwitz-Schule: Wolfgang Werner hört auf

Seit 1978 ist er an der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar: Bis heute ist der Schullleiter noch eingespannt. Dann beginnt sein Ruhestand. Foto: G. Hoffmann

Hofgeismar. Schulleiter Wolfgang Werner verlässt am Donnerstag die Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar. Eine Ära geht damit zu Ende.

Im Mai 1978 hatte Wolfgang Werner seinen ersten Tag an der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar. Er kam als Referendar. Am Donnerstag findet seine offizielle Verabschiedung statt und der beliebte Lehrer verlässt seinen Posten als Schulleiter: „Die Schule war mein berufliches Leben.“

Wolfgang Werner (65) weiß zwar schon seit geraumer Zeit, dass am Donnerstag sein offiziell letzter Tag als Schulleiter sein würde, aber mit dem langsamen Verabschieden hat es nicht so ganz geklappt. „Eigentlich wollte ich nach den Osterferien allmählich ein wenig herunterfahren - Pustekuchen! Ich bin bis Donnerstag noch voll dabei und eingespannt. Aber ich mache es ja gerne.“

Für Wolfgang Werner ist es eine Ära, die nun zu Ende geht. Er machte nach eigenen Worten aus der KKS aus einem unbekannten Wesen ein sehr bekanntes Wesen in Hofgeismar, setzte sich sehr stark für den ganzheitlichen Förder- und Therapieunterricht und die Ganztagsschule ein und betrieb pragmatisch und zielorientiert die Einrichtung des BFZ (Beratungs- und Förderzentrum).

Die Schülerzahl hat sich unter seiner Leitung mehr als verdreifacht. Waren es anfangs noch 54 Schüler, konnte er als Schulleiter zuletzt 181 Schüler betreuen. „Ich habe die Zeit des Aufbaus mitgemacht, die Phase der Entwicklung“, freut sich Werner, „mein Ziel war es, die Schule so weit aufzustellen, dass sie auch in Zukunft überleben kann.“

Dazu zählte die Einrichtung des Forsthauses Bensdorf Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre. Ausbau und Konzeption lagen ihm am Herzen. Daher freute er sich besonders über das Abschiedsgeschenk der Kollegen: Ein Hubschrauberflug führte ihn über die Schule, die Kirche und schließlich nach Bensdorf.

Nach dem Referendariat 1978 bis 80 an der KKS ging der Lehrer für Deutsch und Sport zunächst bis 1983 auf eine Planstelle im Batildisheim in Bad Arolsen, bevor ihn das Regierungspräsidium als Stufenleiter zurück nach Hofgeismar schickte. Es folgte die Stelle als stellvertretender Schulleiter und seit August 1986 war er als Schulleiter hier tätig.

In der Zeit war er auch sehr aktiv im Förderverein der Schule, in dessen Vorstand er nun wechselt. „Nächste Woche ziehe ich um in die Kirche“, lacht Werner und spielt damit auf den Sitz des Fördervereins in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in Hofgeismar an. Mehr Zeit für die Enkel werde er haben, verstärkt Sport treiben und mal außerhalb der Ferienzeiten in den Urlaub fahren können. Neuseeland sei als Urlaubsziel schon in Planung. Die Schüler werden ihm aber fehlen, sagt Wolfgang Werner ein wenig wehmütig. Jeden Morgen wurde er zur Begrüßung umarmt. „Das hatte schon was.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.