19 Betroffene im Altenheim Beberbeck

Starker Anstieg der Corona-Fälle: Kreis Kassel verschärft Vorgaben

Ein Teil des  Altenheims der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck von Bäumen umrahmt.
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Blick auf die Einrichtung: das Altenheim der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck.

Aufgrund von vielen Infektionen in mehreren Altenheimen ist die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Kassel sprunghaft angestiegen. Stand Donnerstag liegt die Inzidenz bei 61,2.

Aktualisiert am Donnerstag, 22.10.2020, 11.09 Uhr: Kreis Kassel – Die Zahl der Coronafälle ist im Kreis Kassel deutlich gestiegen. Hintergrund sind vor allem Erkrankungen in Altenheimen in Hofgeismar-Beberbeck und Naumburg-Elbenberg.

Allein in Beberbeck sind mittlerweile elf Heimbewohner und acht Mitarbeiter betroffen. Das teilte der Betreiber des Heims, die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnne, am Mittwoch mit. In Beberbeck wurden alle Heimbewohner und das gesamte Personal getestet, nachdem einzelne Coronafälle aufgetreten waren. In der Einrichtung gilt ein Besuchsverbot, die Betroffenen werden getrennt von anderen Bewohnern gepflegt und medizinisch überwacht. In Elbenberg sind 20 Bewohner und vier Mitarbeiter betroffen. Einige von ihnen werden laut Heimleitung stationär behandelt.

Ab Freitag verschärfte Corona-Regeln im Kreis Kassel

Die Kreisverwaltung erwartet generell einen weiteren Anstieg der Fallzahlen in der Region und kündigt ab Freitag verschärfte Corona-Regeln an. Man wolle jedoch keine kreisweite Sperrstunde für die Gastronomie empfehlen. „Die Corona-Inzidenz im Landkreis Kassel ist auf 36,8 gestiegen und damit greifen auch bei uns erweiterte Vorsorgemaßnahmen“, sagte Vizelandrat Andreas Siebert am Mittwoch mit Blick auf die bis dahin vorliegenden Zahlen. Mittlerweile ist die Inzidenz (Stand 22. Oktober, 0 Uhr) sogar auf 61,2 gestiegen. Der Kreis will sich dazu im Verlauf des Donnerstags äußern.

Dann wird auch klar sein, ob es weitere Einschränkungen über die am Mittwoch verkündeten hinaus gibt. Stand 22. Oktober galt: Ab mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen dürfen nach dem hessischen Corona-Eskalationskonzept öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 150 Teilnehmenden nicht mehr stattfinden. „Wir werden das in einer Allgemeinverfügung so regeln und alle Einschränkungen werden ab dem 23. Oktober bis zum 5. November gelten.“ Bereits genehmigte Veranstaltungen mit höherer Teilnehmerzahl würden überprüft und eventuell widerrufen.

Corona im Kreis Kassel: Maskenpflicht erweitert

Auch die Regelungen für Masken werden erweitert. Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes wird im Kreis im Bereich von Vergnügungsstätten, überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen ausgeweitet. Patienten müssen ab 23. Oktober bei einem Transport eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Für den Tierpark Sababurg bleibt es bei der Maskenpflicht im Eingangsbereich und Sperrung der Kontaktzonen und des Pinguin-Geheges.

Für private Feiern gelten ab Freitag zusätzliche Einschränkungen. „Bei Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen nicht mehr als 25 Personen oder zwei Haushalte teilnehmen“, erklärt Siebert. Bei Feiern in privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen – oder zwei Haushalte – dringend empfohlen.

Für Schulen und Kindertagesstätten sieht der Vizelandrat aktuell keine Notwendigkeit für zusätzliche Maßnahmen. „Die Hygienekonzepte in den Schulen und den Kindertagesstätten haben sich bewährt und beide Gemeinschaftseinrichtungen sind keine Bereiche mit erhöhtem Erkrankungsrisiko.“ (Matthias Müller)

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