Feuerwehr stundenlang im Einsatz

Nach heftigem Regen: Schlammlawine rollt durch Gottsbüren

Nach heftigen Regenfällen wurde der Ort Gottsbüren im Kreis Kassel von einer Schlammlawine geflutet  - es ist nicht das erste Mal, dass der Ort nach Regenfällen getroffen wird.
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Nach heftigen Regenfällen wurde der Ort Gottsbüren im Kreis Kassel von einer Schlammlawine geflutet - es ist nicht das erste Mal, dass der Ort nach Regenfällen getroffen wird.

Nach starken Regenfällen rollt eine Schlammlawine durch Gottsbüren (Kreis Kassel) - es ist nicht das erste Mal, dass der Ort getroffen wird.

Gottsbüren - Nach starken Regenfällen hat es im Trendelburger Ortsteil Gottsbüren wieder eine Schlammlawine gegeben. Bis in die Nacht zu Samstag (11.09.2021) beseitigte die Feuerwehr Spuren. Verletzt wurde niemand. Welche Schäden entstanden sind, stehe noch nicht fest, sagte Bürgermeister Martin Lange. Einige Keller seien vollgelaufen. Zuletzt hatte es im Juni 2019 eine Schlammlawine gegeben. Heute werde im Rathaus über Maßnahmen entschieden, damit der Ort möglichst von solchen Ereignissen verschont bleibt.

Direkt am Montag will der Trendelburger Magistrat über die Arbeiten entscheiden, die den Ortsteil Gottsbüren künftig vor Schlammlawinen schützen sollen. Das sagte Bürgermeister Martin Lange – nachdem am Freitagabend erneut Starkregen Schlamm in den Ort im Reinhardswald gespült hatte.

Das Wasser war diesmal aus dem nördlich gelegenen Reinhardswald in den Ort geströmt, berichtete Lange. Erst im Juni 2019 war der Ort überflutet worden. Damals lief das Wasser aus allen Richtungen in die Straßen. Fast bis zu den Knien standen Anwohner und Helfer im Matsch. Mehrere Stunden waren sie damit beschäftigt, die Straßen frei zu bekommen.

Mehrere Stunden waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Anwohner beschäftigt, die Straße vom Schlamm zu befreien.

Noch sei von größeren Schäden nichts bekannt, ergänzte der Bürgermeister. Er hob die Unterstützung der Helfer hervor. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, damit Straßen und Gehwege wieder passierbar wurden. Auch Mitarbeiter der Straßenmeisterei rückten an. Sie halfen, Gräben von Unrat zu befreien. Damit soll Wasser abfließen können, falls es erneut zu Starkregen kommt. Polizei regelte den Verkehr. Ein Metzger produzierte Bratwürstchen, die er am Abend für die Helfer grillte.

Nach den Erfahrungen von 2019 hatte die Stadt eine Fließpfadkarte beim Land in Auftrag gegeben. Die liegt vor. Die notwendige Einweisung erhalten die städtischen Mitarbeiter jedoch erst im Oktober, sagte Lange.

Auch 2018 kämpfte die Feuerwehr gegen eine Schlammlawine in Gottsbüren und zuletzt traf es den Ort im Kreis Kassel 2019 - damals musste wegen Schlamm und Wasser sogar das Mühlenfest abgesagt werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Freitag für einige Regionen in Nordhessen vor starkem Gewitter gewarnt. (ber/dir)

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