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Corona-Regel 2G endet im Einzelhandel – auch im Kreis Kassel

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Von: Amir Selim, Bernd Schünemann

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Eine Frau mit einer FFP2-Maske
Maskenpflicht statt 2G-Regel: Seit Montag gilt die Regel nicht mehr im hessischen Einzelhandel. Dafür ist eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Einzelhandel für Personen ab 16 Jahre eingeführt worden. © Swen Pförtner/dpa

Der Einzelhandel in Hofgeismar (Kreis Kassel) freut sich über den Wegfall der Corona-Regel 2G. Jetzt hoffen auch Hotels und Gastronomen auf Lockerungen.

Kreisteil Hofgeismar – Die Landesregierung hat entschieden: Schon ab dieser Woche lockert Hessen die Corona-Regeln. Unter anderem endet 2G für den Einzelhandel. Die Kaufleute erwarten Erleichterungen. Die HNA hat nachgefragt: Was sagen Einzelhändler im Kreisteil Hofgeismar dazu? Und wie bewerten Gastronomen die Änderung, während für sie weiter die 2G-Plus-Regel gilt?

Karin Kranz, Vorsitzende der Hofgeismarer Gemeinschaft für Handel und Gewerbe, macht zunächst den Kunden ein großes Kompliment: Sie hätten in den vergangenen Monaten „ohne Murren mitgemacht“. Das hätten auch die Kollegen aus anderen Geschäften bestätigt. Handy oder Papiere mit den Corona-Impfzertifikaten seien anstandslos und schnell vorgezeigt worden.

Corona-Regel 2G endet im Einzelhandel: Bald Feste in Hofgeismar (Kreis Kassel)?

„Wir freuen uns natürlich, dass es ein Stück leichter wird“, sagte Kranz zum Wegfall der 2G-Regelung im Einzelhandel auch im Kreis Kassel. Wenig überraschend, denn noch im Oktober sagten Einzelhändler in Hofgeismar: „Wir könnten uns 2G nicht leisten.“

Das Ende dieser Regel ist laut Kranz jetzt ein Beitrag, um zur Normalität zurückzukehren. Damit steige für die Hofgeismarer Geschäftsleute auch die Hoffnung, dass die Gemeinschaft die geplanten Feste in der Stadt ausrichten könne.

So hätten die Mitglieder schon den 3. April im Blick: Dann solle das Würfelturmfest wieder gefeiert werden. „Wir hoffen, dass das geht“, sagte  Kranz. Der Vorstand habe „tolle Ideen“ für das Fest, das am ersten Sonntag im April gefeiert werden soll.

Schwierig bleibe es für die Gastronomen, ergänzte Kranz. Auch Gaststätten und Hotels gehören der Gemeinschaft an. Die Kollegen litten weiterhin, weil Familienfeste und Feiern nicht stattfinden würden.

Corona-Regeln: Gastronomie im Kreis Kassel hofft auf 2G-Plus-Ende

Mit Erleichterungen in naher Zukunft rechnet Arnold Bunzenthal vom Hotel und Restaurant Hessischer Hof in Bad Karlshafen. Es sei in Ordnung, dass 2G im Einzelhandel abgeschafft ist. „Es wird darauf hinauslaufen, dass auch 2G-Plus für die Gastronomie demnächst fallen wird“, ist Bunzenthal zuversichtlich. Dafür setze sich der Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga) ein. Hoffungsvoll schaut der Gastronom auf die Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar.

Ann-Sophie Przyludzki, Junior-Chefin des Oedelsheimer Hotels Kronenhof, freut sich „für die Kollegen und Kolleginnen des Einzelhandels, dass diese Lockerungen erfahren dürfen“. Die Gastronomie sei weiterhin sehr hart von der „Unübersichtlichkeit der 2G+-Regelung“ betroffen.

Es gebe mehr als „15 verschiedene Möglichkeiten, 2G+ zu erfüllen“, sagte sie. „Die Gäste sind durch dieses Wirrwarr einfach verunsichert und verlieren die Lust, in die Gastronomie zu gehen. „Das können wir zum Teil sogar verstehen“, ergänzte die Unternehmerin.

Corona-Regeln in Hofgeismar (Kreis Kassel): IHK fordert Hilfe für Gastronomie

„Wir begrüßen die Ankündigung von Ministerpräsident Bouffier, die 2G-Regeln für den Einzelhandel im Land aufzuheben“, sagte Oskar Edelmann, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg.

Es sei gut, dass die Ungleichbehandlung von Grundversorgern, die allen offenstehen, und Fachgeschäften, die ihre Kunden bislang kontrollieren mussten, ende. Diese Schieflage habe viele Geschäftsleute belastet. Sie könnten wieder positiver in die Zukunft blicken. FFP2-Masken seien eine Lösung, um effektiv vor Infektionen zu schützen.

Es gebe weiterhin besonders betroffene Branchen. Dazu zählt der Geschäftsführer die Gastronomie, die in einer bedrohlichen Lage sei. Das habe die IHK-Konjunkturumfrage gezeigt. Bei vielen Betrieben sei inzwischen die finanzielle Substanz gefährdet. Kaum eine Branche habe so viel in Hygieneschutz investiert.

„Daher sollte der Härtefallfonds in Not geratenen Betrieben und Gründern, die durch das Förderraster der Überbrückungshilfen fallen, schnell und unbürokratisch helfen“, forderte Edelmann. Hilfen sollten weiter an die Bedürfnisse der Branchen angepasst werden. Sobald es medizinisch vertretbar sei, sollten Erleichterungen schnell und unkompliziert ermöglicht werden, sagte Edelmann. (Bernd Schünemann, Amir Selim)

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