Trotz teilweise weiterer Wege für Patienten

Kaum Klagen über neuen ärztlichen Notdienst

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Hofgeismar. Seit drei Monaten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst im Raum Hofgeismar neu geordnet und er wird von Patienten offensichtlich gut angenommen. Klagen gibt es kaum.

Für die Ärzte bedeutet das neue System mit der einheitlichen Bereitschaftsnummer 116 117 weniger Wochenendarbeit, Patienten allerdings haben teilweise weitere Wege und längere Wartezeiten am Telefon hinzunehmen.

Wie berichtet, war die von vielen skeptisch beäugte Reform Anfang des Jahres in Kraft getreten. Um die steigende Belastung der zahlenmäßig geringer werdenden Ärzte auf dem flachen Land durch Bereitschaftsdienste zu senken, schlossen sich die Ärzte aus dem Großraum Hofgeismar und Kassel Nord (dazu zählte auch noch Grebenstein) zusammen. Im Krankenhaus Hofgeismar wurde eine Zentrale eingerichtet, die am Wochenende besetzt ist. Während der Woche laufen außerhalb der hausärztlichen Sprechstunden die Anrufe über die Zentralnummer 116 117 in Kassel auf, wo geschultes Personal entscheidet, ob der Patient in die Bereitschaftszentrale kommt oder ein Hausbesuch nötig ist. „Das spielt sich langsam ein“, hat der Hofgeismarer Artz Reinhold Nies beobachtet. Allerdings käme es hin und wieder vor, dass Patienten über lange Wartezeiten beim Anruf klagen.

Christoph Claus (Grebenstein) Kann dies bestätigen. Er ist stellvertretender Obmann des Beretischaftsdienstes Kassel und für das Gebiet nördlich von Kassel zuständig. Dass hier noch nicht alles rund läuft, weiß er. In Spitzenzeiten, so sagt er, könne es im Einzelfall vorkommen, dass man eine Stunde wartet, bis man den diensthabenden Arzt am Telefon hat. Aber das sei die absolute Ausnahme. „Das System läuft jetzt gerade einmal ein viertel Jahr“, so Claus. Aus Fehlern werde man lernen, so dass er zuversichtlich sei, dass sich das neue System einspielen werde. Massive Klagen und Beschwerden der Patienten habe es aber nicht gegeben. Im Großen und Ganzen läuft es also ganz gut. Zum Tage

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