Großer Andrang zur Bundestagswahl

Keine Pause in den Wahllokalen

Keine Pause: Dirk Weddig, Sigrid Conrad und Andreas Osenbrügge hatten vormittags in Reinhardshagens Wesertalhalle viel zu tun, weil ständig Wähler kamen, darunter auch Ursula und Winfried Lüdemeyer (rechts).
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Keine Pause: Dirk Weddig, Sigrid Conrad und Andreas Osenbrügge hatten vormittags in Reinhardshagens Wesertalhalle viel zu tun, weil ständig Wähler kamen, darunter auch Ursula und Winfried Lüdemeyer (rechts).

Die Bundestagswahl mobilisiert die Wähler: Der Andrang ist seit dem Morgen in den Wahllokalen auch im Kreisteil Hofgeismar stärker als vor vier Jahren.

Kreisteil Hofgeismar – Die Voraussetzungen zum Wählen ist am Sonntag ideal: Das Wetter ist warm und trocken, die Menschen sind schon an die Corona-Regeln beim Wählen gewöhnt und schließlich geht es darum, den Weg Deutschlands in der Nach-Merkel-Zeit mitzubestimmen. Entsprechend rege ist der Andrang auch in den Wahllokalen im Kreisteil Hofgeismar.

In der Kernstadt Hofgeismar zum Beispiel, wo in den sechs Wahlbezirken in der Stadthalle 56 Prozent der 11 737 Wahlberechtigten der Stadt ihre Stimme abgeben konnten, hatten um 11 Uhr schon zehn Prozent davon ihre Kreuzchen auf dem Stimmzettel gemacht. Das sind zwar weniger als die 12,5 Prozent zur gleichen Uhrzeit bei der Wahl vor vier Jahren, doch da sich die Zahl der Briefwähler fast verdoppelt hat, fällt das deutlich mehr ins Gewicht. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl im März dieses Jahres hatten um 11 Uhr erst 7,5 Prozent gewählt.

Um 15 Uhr war die Wahlbeteiligung auf 26 Prozent gestiegen. Die Briefwahlbeteiligung wird auf 35 bis 38 Prozent geschätzt.

Im Gegensatz zu früheren Wahlen, wo nach Frühstück, Mittagessen und Kaffeetrinken jeweils ein großer Schwung ins Wahllokal kam, verteilt sich der Andrang diesmal auf einen stetigen Strom. „Wir hatten ganz selten eine Pause“, schilderten Wahlhelfer wie Regine Gundermann und Dirk Lindemann. „Es ist erstaunlich viel Betrieb in allen Wahllokalen“, stellte Wahlleiterin Daniela Pfeiffer fest.

Auf Abstand: Auch in der Stadthalle Hofgeismar wurde auf Masken und Schutz geachtet.

Auch im Trendelburger Wahllokal in der Grundschule herrschte ab frühmorgens durchgehend Betrieb. Der erste Wähler wählte um 8.02 Uhr. Rathausmitarbeiterin Karin Jordan schätzte nach ihrer Tour durch die Wahllokale, dass bis mittags schon 40 Prozent erreicht waren. Für die Briefwahl entschieden sich immerhin 1594 der 4093 Wahlberechtigten.

Coronakonform: Nicht nur Stifte, auch die Tische desinfizierte Michael Wörner in Trendelburg regelmäßig.

Mittags schon 62 Prozent Wahlbeteiligung

Schon mittags zeichnete sich in Reinhardshagen eine hohe Wahlbeteiligung ab. In allen fünf Wahllokalen der Gemeinde waren bis 12 Uhr über 55 Prozent der Stimmen abgegeben. In den Wahllokalen in den Kitas in Veckerhagen und Vaake lag die Beteiligung mittags sogar über 62 Prozent. Der prozentuale Anteil von Briefwählern lag zu diesem Zeitpunkt bei 40 Prozent. Schon mittags war klar, dass das Wahlverhalten bei der Kommunalwahl im März um Zweidrittel schwächer war.

Der Wahlkreis 167, zu dem 28 Gemeinden aus Teilen der Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg gehören, hatte bei der letzten Bundestagswahl 189 728 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung lag am 24. September 2017 bei 76,5 Prozent.  (Thomas Thiele)

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