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Beim Bezirkskönigsschießen in Liebenau wurde ein neuer König ermittelt

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Von: Tanja Temme

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Kimme und Korn: Mit Kleinkalibergewehren wurde am Sonntag auf dem Schießstand in Liebenau geschossen. Mit dabei war auch Marie-Louise Jäger aus Kelze (vorn), die aber kein Glück hatte.
Kimme und Korn: Mit Kleinkalibergewehren wurde am Sonntag auf dem Schießstand in Liebenau geschossen. Mit dabei war auch Marie-Louise Jäger aus Kelze (vorn), die aber kein Glück hatte. © Tanja Temme

Im Kreisteil Hofgeismar ging es einmal wieder um die Königswürde: Beim Bezirkskönigsschießen am Sonntag in Schießsportanlage Liebenau wurde der neue Bezirkskönig und weitere Titelträger ermittelt.

Liebenau – Zwei Stunden hatten Schützenkönige und -königinnen aus den Vereinen des Schützenbezirks Hofgeismar Gelegenheit ihr Können unter Beweis zu stellen. „Manche Vereine schießen gar keinen König aus, andere ein ganzes Königshaus - es gibt ganz verschiedene Traditionen“, erklärte die neue Bezirksschützenmeisterin Birgit Alberding, insgesamt würden von ihren 25 Vereinen nur 18 einen König ausschießen.

Trotz alledem war die Beteiligung bescheiden, nahmen insgesamt doch nur 20 Schützen aus sieben Vereinen teil. Warum so Wenige den Weg nach Liebenau fanden, dazu wollte sich Alberding nicht äußern.

Drei Schüsse für das beste Ergebnis

Und so war das Königsschießen eine flotte Angelegenheit: Jeder der Schützen durfte drei Schuss mit einem Kleinkalibergewehr absetzen von denen der Beste gewertet wurde.

Die Nase vorn hatte dabei Uli Stallknecht aus Kelze: „Damit habe ich beim besten Willen nicht gerechnet“, sagte der 60-Jährige. Dass die Beteiligung mäßig war, liegt laut Stallknecht auch an der Coronakrise. „Es treten heute ja die Schützenkönige aus dem Jahr 2021 an und da haben viele pausiert.“ Grundsätzlich weiß man natürlich auch auf Bezirksebene, um das stetig weniger werdende Schützenwesen im nordhessischen und somit auch Hofgeismarer Raum.

Beim Blick ins Westfälische sehe das schon anders aus, hieß es da. Hinzu käme, dass viele den Sport verurteilten, ihn mit Mord in Verbindung brächten, was völlig abwegig sei, wie Heinrich Ellermann von der Liebenauer Schützenkompanie meinte. Genau deshalb sprach man bei der Veranstaltung auch nicht von Gewehren, sondern „Sportgeräten“.

Proklamiert wird der neue Schützenkönig und die anderen erfolgreichen Schützen kommendes Jahr. Aktuell ist Benny Wienand aus Haueda noch Schützenkönig des Bezirks. Bei der Veranstaltung gab es auch die Möglichkeit König der Könige zur werden. Alle, die irgendwann einmal Bezirksschützenkönig waren, dürfen sich in dieser Kategorie messen. (Tanja Temme)

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