Kirchenkreise sollen im Jahr 2020 fusionieren

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Hofgeismar. Die Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen sollen sich in 2020 zusammenschließen.

Das Ergebnis wäre ein großer Kirchenkreis mit über 60.000 Gemeindemitgliedern und 37 Pfarrstellen. Die evangelische Landeskirche hofft, Einsparungen zu erzielen. Denn mittelfristig würde der neue Kirchenkreis nur einen Dekan haben.

Bereits seit Jahren sei die Fusion von Kirchenkreisen Thema, sagt Pfarrer Sven Wollert, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises Hofgeismar. Nach dem Zusammenschluss der Kirchenkreise Kassel-Land und Kaufungen im Jahr 2010 blieben Hofgeismar und Wolfhagen übrig. Doch die Landessynode, also das Kirchenparlament, hat festgelegt, dass Kirchenkreise zwischen 25 und 40 volle Gemeindepfarrstellen haben sollen. Das bedeutet: Hofgeismar und Wolfhagen sind zu klein.

Für die Gemeindemitglieder wären die Folgen einer Fusion zunächst kaum spürbar, sagt Wollert. Nur bei den Pfarrstellen im Grenzgebiet könne es sich auswirken, wenn keine Kirchenkreisgrenzen mehr da sind. Es sei aber unwahrscheinlich. Absehbar ist dagegen, dass es nur einen Dekan geben wird: Der Hofgeismarer Wolfgang Heinicke ist 56, sein Wolfhager Kollege Dr. Gernot Gerlach 58 Jahre alt. Geht einer in den Ruhestand, würde das Amt nicht nachbesetzt. Durch die Reduzierung der Kirchenkreise auf 18 statt 27 sieht die Landeskirche „Synergieeffekte“. Wie hoch dieses Einsparpotenzial ist, wird nicht beziffert.

Der Wolfhager Dekan Gerlach, hat über die Pläne bereits seine Kreissynode unterrichtet, sein Hofgeismarer Kollege wird seine Synodalen am 26. März informieren. Die beiden Kirchenparlamente müssen letztlich die Fusion beschließen. Eine Zustimmung ist wahrscheinlich. Denn die Landessynode habe klargemacht: „Wenn man sich nicht bewegen will, kann es sein, dass man bewegt wird“, sagt Wollert.

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