Klassische Böller werden immer seltener gekauft

Beliebtes Produkt: Sascha Fehling vom Hagebaumarkt Löber empfiehlt Kundin Michaela Grummich eine Batterie. Hierzu greifen mittlerweile die meisten Hobby-Pyrotechniker. Fotos: Lawatzki

Hofgeismar. Gestern hat der Verkauf von Feuerwerksartikeln in Super- und Baumärkten begonnen. Noch bis zum Silvestertag sind Böller und Raketen frei erhältlich.

Am 31. Dezember und am Neujahrstag dürfen sie dann auch abgeschossen werden. Das Interesse an den Knallern ist nach wie vor groß: Vor dem Hagebaumarkt Löber standen gestern die ersten Kunden schon um kurz vor acht vor der Tür, um Feuerwerksartikel zu ergattern.

Große Auswahl an buntem Feuerwerk: Solche größeren Batterien dürfen aber nicht an Kinder verkauft werden.

China-Böller und Raketen sind aber mittlerweile kaum noch gefragt. Sascha Fehling, Leiter des Hagebaumarkt Löber, hat uns die neuesten Produkte gezeigt und Tipps für alle Bedürfnisse gegeben. Außerdem erklären wir, worauf beim Abbrennen geachtet werden sollte.

Die Feuerwerk-Trends 

„Dieses Jahr werden vor allem Batterie-Verbünde gekauft“, sagt Fehling. Mehrere Batterien sind dabei miteinander verbunden, sodass das Feuerwerk lange anhält. Angezündet werden muss der Verbund nur einmal. „Der Vorteil gegenüber den klassischen Batterien ist, dass es unterschiedliche Effekte und Farben gibt.“ Dagegen seien die klassischen Raketen kaum noch gefragt. „Zum Glück verkaufen wir auch immer weniger Böller.“ Die würden viel zu viel Müll verursachen. Kleinere Artikel wie Wunderkerzen und Knallfrösche seien nach wie vor gefragt.

Für Kinder und Jugendliche 

Sogenanntes Klasse 1 Feuerwerk darf schon an Kinder ab 12 Jahren verkauft werden. Alles andere ist nur für über 18-Jährige bestimmt. „Beliebt sind Packungen, in denen verschiedene kleinere Artikel gemischt sind.“ Wenn man dazu noch sogenannte Gold- oder Silberregen und Wunderkerzen kauft, können auch Kinder und Jugendliche für rund zehn Euro ein kleines Feuerwerk veranstalten.

Für den normalen Bedarf 

Im Durchschnitt würden die Kunden etwa 40 bis 50 Euro für Feuerwerk ausgeben, so Fehling. Er empfiehlt ihnen einen 4er Batterie-Verbund. Darin sind 76 Effekte gemischt. „Dazu kann man gut noch kleinere Batterien kaufen, sodass man in dieser Preisklasse ankommt.“

Für Profis 

Das Top-Modell unter den Batterie-Verbünden kostet 99,90 Euro. 138 Schüsse gehen in die Luft. Das Feuerwerk dauert knapp zwei Minuten. „Ein Exemplar davon verkaufen wir eigentlich jedes Jahr.“

Die Regeln 

Die Feuerwerkskörper dürfen nur am 31. Dezember und 1. Januar ganztägig abgebrannt werden. An allen anderen Tagen des Jahre darf nur mit Genehmigung geböllert werden.

Sicher Abbrennen 

Es sollten nur geprüfte und zugelassene Feuerwerkskörper benutzt werden. Entzündet werden müssen sie im Freien, mit ausreichend Abstand zu Menschen und Tieren. Raketen dürfen nur aus senkrecht, sicher stehenden Behältern abgefeuert werden, möglich sind etwa leere Flaschen im Getränkekasten. Blindgänger sollten nie aufgehoben und neu entzündet werden. Alkoholisierte Menschen sollte man von Böllern fernhalten. Gefährlich ist es auch, Zündschnüre zu verkürzen oder Feuerwerkskörper zu bündeln.

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