Einigung über Klinik bis Ende April 

Klinik in Hofgeismar: Jahnsportplatz als Standort im Gespräch

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Hofgeismar. Ursprünglich sollte die neue Kreisklinik an den Krähenberg, dann war die Rede von einem Grundstück an der Bundesstraße 83.

Nun gibt es einen neuen Vorschlag: ein Neubau im Gewerbegebiet Jahnsportplatz. „Es sind immer noch mehrere Varianten im Gespräch und das ist eine davon“, bestätigte Kreissprecher Harald Kühlborn auf Anfrage.

Seit Monaten verhandeln die Hofgeismarer Altenhilfe, der Kasseler Klinikkonzern Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), der Landkreis und das Land Hessen über den Neubau der Klinik. Dabei geht es darum, einen Standort zu finden, der eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Evangelischen Krankenhaus am Krähenberg und der Kreisklinik der GNH ermöglicht.

Die Variante Jahnsportplatz würde eine gute Verkehrsanbindung ermöglichen, wäre aber weit vom Krähenberg weg. Zudem handelt es sich eigentlich um ein Gewerbegebiet.

Weil kein baldiges Ende der Verhandlungen in Sicht ist, wird der Kreistag, das Parlament des Landkreises, in seiner nächsten Sitzung noch keine Zahlen zur Finanzierung bekommen. Das hatte Landrat Uwe Schmidt eigentlich im November angekündigt, als er bei einer Gewerkschaftsveranstaltung in Hofgeismar sprach.

„Wir schaffen es in der Märzssitzung nicht“, sagt nun aber Kühlborn. Ohne Verhandlungsergebnis mache eine Vorlage für das Parlament keinen Sinn. Selbst wenn man sich sehr schnell einige: Die Zahlen müssten vorher in den Ausschüssen thematisiert werden, die den Kreistag vorbereiten.

Deswegen werde eine mit der GNH abgestimmte Planung in die Maisitzung kommen. Kühlborn rechnet damit, dass eine Entscheidung über den Standort Anfang April fallen könnte.

Kosten voraussichtlich bei 37 Millionen Euro 

Die neue Kreisklinik soll 120 Betten haben. Diese ist jedoch veraltet. Die neue Klinik kostet voraussichtlich 37 Millionen Euro, 15 Millionen gibt das Land. Das entspricht der Kapazität der bisherigen Kreisklinik an der Liebenauer Straße.

Von einem Neubau am Krähenberg neben dem Krankenhaus der Evangelischen Altenhilfe sollten beide Kliniken profitieren. Doch die GNH sieht große Hindernisse dafür, es geht um Bodenpreise und Hochspannungsleitungen. Deshalb waren weitere Standorte ins Gespräch gebracht worden.

Dabei geht es um die Standortfrage, bei der der Klinikbauherr, die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), und der Kooperationspartner, das Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnen, unterschiedlicher Meinung sind. Die Altenhilfe als Träger des Evangelischen Krankenhauses ist für einen Neubau am Krähenberg, die GNH lehnt dies ab.

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