Nicht notwendige Operationen werden verschoben

Kliniken in Immenhausen und Hofgeismar sind für Coronapatienten gerüstet

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Im Einsatz gegen Corona, von links Sarah Müller, die beiden Ärzte Andrei Cristian und Dr. Tino Stoppa, Magda Kubison, Madlin Klimm und Sandra Mackewitz von der Immenhäuser Lungenfachklinik.

Die Lungenfachklinik in Immenhausen und das Kreiskrankenhaus Hofgeismar sind darauf vorbereitet, Coronapatienten aufzunehmen.

In Immenhausen stehen dafür vorerst 14 Intensiv- und stationäre Betten zur Verfügung, sagten Chefarzt Prof. Dr. Stefan Andreas und Geschäftsführer Wilfried Gründel.

In der Kreisklinik hat die Gesundheit Nordhessen (GNH) eine Covid-19-Isolierstation eingerichtet. Dort können normal Erkrankte und – in einem abgetrennten Bereich – auch intensivpflichtige Patienten versorgt werden, teilte die GNH mit.

Lungenklinik hat Patientenzahl drastisch gesenkt

Die Immenhäuser Klinik verfügt im Normalbetrieb über 107 Betten. Um die Behandlungsmöglichkeiten für Corona-Patienten aufzubauen, hat das Krankenhaus seine Patientenzahl drastisch gesenkt. 30 bis 40 Prozent weniger Patienten werden in Immenhausen derzeit behandelt, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer Björn Böhling.

Damit der Krankenhausbetrieb weiterlaufen kann, werden die Behandlungsbereiche getrennt, erläuterte Chefarzt Dr. Andreas. Von der Aufnahme bis zur Unterbringung in der Infektionsabteilung werde darauf geachtet, dass Covid-19-Patienten von anderen Patienten streng getrennt werden.

Momentan nur Behandlung von Notfallpatienten

Derzeit werden in Immenhausen wie in Hofgeismar nur noch Notfallpatienten behandelt. Das ermöglicht die Bereitstellung der Betten für Coronapatienten. Damit folgt die Klinik den Auflagen des Wiesbadener Sozialministeriums. Unter anderem waren die Krankenhäuser aufgefordert worden, nicht unbedingt notwendige Operationen zu verschieben. Auch das setzen sowohl die Immenhäuser Lungenfachklinik als auch die Hofgeismarer Kreisklinik um.

„Für die Größe unseres Hauses tragen wir eine große Last“, beschreibt der Immenhäuser Chefarzt Andreas die Situation. Dabei werde insgesamt darauf geachtet, dass Patienten in Nordhessen gleichmäßig verteilt werden. Im Augenblick sei die Situation in seinem Haus aber noch verhältnismäßig entspannt.

Sorgen bereiten die Bauarbeiten an der Immenhäuser Klinik, die noch nicht abgeschlossen sind. Dort wurde, wie berichtet, in den vergangenen Monaten ein komplett neuer Bettentrakt in Betrieb genommen. Manche Unternehmen befürchteten, dass ihre Mitarbeiter dort jetzt besonders gefährdet seien, berichtete Geschäftsführer Wilfried Gründel.

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