Landkreis prüft mehrere Varianten für Standort

Klinik in Hofgeismar: Neubau bis 2025 geplant

Die Kreisklinik Hofgeismar am Standort Liebenauer Straße
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Die Kreisklinik Hofgeismar am Standort Liebenauer Straße wurde Anfang der 60er-Jahre errichtet und danach mehrfach umgebaut und erweitert.

Der Plan für den Neubau der Klinik in Hofgeismar steht fest. Bis 2025 soll das neue Gebäude stehen. Nicht geklärt ist der Standort des Neubaus.

Hofgeismar - Personell hat der Landkreis mit dem neuen Chefarzt Professor. Dr. Jürgen Faß für die Klinik in Hofgeismar eine wichtige Frage bereits geklärt. Über den Standort eines Neubaus wird unterdessen noch entschieden. Zwei Varianten sind denkbar.

Die Vorgeschichte

Der Landkreis will eine neue Kreisklinik in Hofgeismar bauen. Zunächst war dafür ein Bau am Bereich Krähenberg im Gespräch, wo das Gesundbrunnen-Krankenhaus angesiedelt ist. Dies wurde unter anderem aus bautechnischen Gesichtspunkten verworfen. Mehrere Varianten und Grundstücke wurden geprüfte, Verhandlungen mit Eigentümern scheiterten. Dann sollte die Klinik auf einem Areal am Ortsrand entstehen, das an das Gewerbegebiet Jahnsportplatz angrenzt. Und nun ist noch eine neue – oder besser alte – Variante im Gespräch: ein Neubau am Krähenberg.

Der Landkreis

Grundsätzlich sieht der Fahrplan für den Neubau laut Kreissprecher Harald Kühlborn so aus: „Wir streben an, mit dem Bau 2022 zu beginnen. Eröffnung soll 2025 sein.“ Dabei seien für den Kreis beide Alternativen – am Gewerbegebiet Jahnsportplatz oder am Krähenberg – denkbar. Man sei in aussichtsreichen Gesprächen, das gelte auch für die möglichen Partner Agaplesion, der unter anderem die Diakoniekliniken Kassel betreibt, und das Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnnen. Es werde geprüft, welche Variante sich am sinnvollsten umsetzen lasse.

Es gebe eine Reihe von Punkten, die für eine Ansiedlung am Krähenberg sprächen, sagt Kühlborn. Dort wären eine inhaltliche und, durch einen Bau in direkter Nähe mit Verbindung, auch eine räumliche Zusammenarbeit mit dem Gesundbrunnen-Krankenhaus möglich. Grundsätzlich sei ein Neubau, auch mit Ergänzung durch andere medizinische Einrichtungen, aber auch am Standort nahe dem Gewerbegebiet möglich.

Man wolle jetzt in einem ersten Schritt abwarten, worauf sich die möglichen Partner für den Kreis untereinander verständigen. In einem zweiten Schritt werde dann über den Standort entschieden, erklärt Kühlborn. So oder so, ein Interesse, nach dem Neubau die alte Klinik weiter zu nutzen, habe der Landkreis nicht. Dort könnten sich Möglichkeiten für die Stadtentwicklung Hofgeismars bieten.

Der Bürgermeister

Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth sieht mit der Übernahme der Kreisklinik durch den Landkreis die Weichen für den Gesundheitsstandort Hofgeismar richtig gestellt. Die angestrebte Kooperation mit der Agaplesion-Gruppe und dem Krankenhaus am Krähenberg ermögliche „eine zukunftsweisende Krankenhauslösung für die Region Hofgeismar“, erklärt er.

„Ich freue mich, dass der Landkreis wieder selbst in der Verantwortung für das Kreiskrankenhaus ist, da dies die Tür für eine bessere Zusammenarbeit mit dem Gesundbrunnen und anderen Partnern eröffnet“, sagt Mannsbarth. Dies bringe für Hofgeismar nur Vorteile, „weil nur so eine dauerhafte Sicherung der stationären Grund- und Regelversorgung, für die Geburtshilfe und auch für das geriatrische Angebot des Krähenbergs möglich ist“.

Bürgermeister Markus Mannsbarth

Aus diesem Grund sei eine Kooperation mit der evangelischen Altenhilfe von Landrat Uwe Schmidt und ihm selbst „schon damals als bestmögliche Variante“ angesehen worden, ergänzt Mannsbarth. Er tausche sich regelmäßig mit dem Landrat aus, und auch mit der Leitung des Gesundbrunnens gebe es eine gute und vertrauensvolle Kommunikation.

Die Zusage, einen Krankenhausneubau durch die Stadt im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen, gelte weiter, betont Mannsbarth: „Diese Zusage gilt auch, wenn der Neubau direkt an das vorhandene Gebäude am Krähenberg angebaut wird – ich halte das sowieso für die bessere Lösung“. (Matthias Müller)

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