Kommentar zum türkischen Referendum: Keine kalte Schulter zeigen

Hofgeismar. Der über zwei Tage dauernde Versuch, mit türkischstämmigen Mitbürgern zu sprechen, hat mir eines ganz deutlich gemacht: Die Fronten zwischen den Lagern sind verhärtet.

Der Wille, sich mit den Argumenten der Gegenseite auseinanderzusetzen, ist erloschen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Gerne hätte ich mit Erdogan-Sympathisanten gesprochen. Darüber, wie sie die Berichterstattung über sich selbst wahrnehmen. Darüber, warum sie in einem freien Land wie Deutschland leben, die Türkei mit ihrer Ja-Stimme aber um die Freiheit bringen. Leider war das, trotz mehrmaliger Versuche, nicht möglich.

Was kann Deutschland also tun? Schließlich machen die Differenzen an keiner Grenze Halt. Niemand sollte vergessen, dass nicht alle mit türkischem Hintergrund Erdogan gewählt haben. Die „Ja-Sager“ sind vermutlich sogar in der Minderheit. Ihnen, die schlecht integriert sind, die kalte Schulter zu zeigen, ist das Gegenteil einer Lösung für ein friedliches Zusammenleben. 

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