Heiße Sommer haben Wald geschadet

Kommentar zum Waldsterben: Kinder in der Trockensteppe

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Die heißen und trockenen Sommer 2018 und 2019 haben dem Wald schwer geschadet.

Die heißen und trockenen Sommer 2018 und 2019 haben dem Wald schwer geschadet. Ein Kommentar.

Windbruch und explosionsartig sich vermehrende Schädlinge haben im Reinhardswald schon mehr als 1400 Hektar Wald vernichtet. Hessenweit sind schon 15.000 Hektar tot. 

Langsam sickert es ins öffentliche Bewusstsein: Der Wald ist nicht nur am Amazonas, in Afrika und in Indonesien bedroht, sondern spätestens seit vergangenem Sommer auch bei uns bedroht. Wer in den Reinhardswald geht, kann sie nicht mehr übersehen: Verdorrte Fichten, siechende Lärchen, verdurstende Buchen. 

Auf mehr als 1400 Hektar steht überhaupt kein Baum mehr. Das bedeutet, dass die Pflanzen, die am wirkungsvollsten Kohlendioxid zu binden vermögen, als Klimaschützer ausfallen oder bereits ausgefallen sind. So verstärkt der Klimawandel sich selbst.

Was kann, was muss getan werden? Die Waldschützer geben die Antworten: Wald wieder aufforsten – Wald neu einrichten – für Pflanzgut und klimaangepasste Arten sorgen. Das ist eine Mammutaufgabe, sagen Förster und die Bundeslandwirtschaftsministerin stimmt ihnen zu. Also: Keine Zeit verlieren, Geld locker machen und anpacken. Wenn nicht, könnten sich unsere Nachkommen in einer Trockensteppe wiederfinden. 

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