Badevergnügen wird eingeschränkt sein

Kommunen warten auf Aussagen des Landes zu Frei- und Hallenbad-Öffnungen

+
Ausgelassen im Wasser planschen: Dieses Bild, das Besucher im Waldschwimmbad Calden zeigt, wird es in diesem Sommer so nicht geben.

Die Kommunen im Kreisteil warten auf den Startschuss der Landesregierung für die Freibadsaison. Doch nicht alle werden aufgrund der Coronakrise öffnen.

Ein Überblick:

Calden

Selbst bei hohen Auflagen soll das Waldschwimmbad in Calden Fall für Besucher geöffnet werden. „Der Wille besteht und wir sind bereit mehr Geld auszugeben“, sagt Bürgermeister Maik Mackewitz und bezieht sich damit auf Kosten, die beispielsweise für eine neue Software entstehen, die für kontaktloses Bezahlen genutzt werden soll. Bei passendem Wetter würde man die Option ziehen, das Bad über den 15. September hinaus zu öffnen.

Reinhardshagen

„Das Bad ist betriebsbereit, die Leute warten auf die Öffnung“, berichtet Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar. Man wolle möglichst vielen die Möglichkeit bieten, schwimmen zu gehen. Zusätzliches Personal werde in Veckerhager Bad nicht benötigt, da dort schon genug beschäftigt sei. Die Zahl der Besucher wolle man entsprechend daran anpassen.

Immenhausen

In Immenhausen wünscht sich Bürgermeister Jörg Schützeberg, dass das Freibad zu den Sommerferien öffnen kann. „Doch wir müssen gucken, inwiefern die damit zusammenhängenden Maßnahmen umgesetzt werden können“, sagt er. Wasser sei bereits im Becken, was das angehe, sei man also startklar. Der normale Spaß könne nicht garantiert werden, da beispielsweise die Rutsche geschlossen bleiben muss.

Liebenau

Das Freibad in Zwergen soll geöffnet werden, sobald es möglich ist und die Bedingungen umsetzbar seien, sagt Bürgermeister Harald Munser. Insgesamt erfordere es nämlich einen enormen Kontroll- und Organisationsaufwand. „Ich möchte, dass die Bürger in das Bad können, auch wenn die Saison nicht so sein wird, wie man sie sonst kennt“, fügt Munser hinzu.

Hofgeismar

Für eine Öffnung des Feibades im Hofgeismarer Stadtteil Kelze gibt es laut Hauptamtsleiter Wilfried Eckart keine Planungen. „Wir können noch nicht sagen, ob in diesem Sommer Besucher ins Bad kommen können.“ Technisch sei es möglich, das Bad in Betrieb zu nehmen, allerdings sei schwierig bei einem so kleinen Becken und einer nicht großen Liegewiese den nötigen Abstand wahren zu können. Das Hallenbad kann nicht als Ausgleich dienen, da dort umfangreiche Sanierungsarbeiten laufen.

Grebenstein

In den Schwimmbecken müsste im Kreisverkehr geschwommen werden, Sprünge ins Wasser seien nicht möglich, die Rutsche und Planschbecken müssen geschlossen bleiben. „Wo bleibt da der Spaß“, äußert sich Bürgermeister Danny Sutor. Für die Beckenaufsicht brauche man mindestens eine Fachkraft mehr, eine weitere müsse darauf achten, dass die Abstände auf der Liegewiese eingehalten werden. Die Folge sei eine enorme Kostensteigerung. Das Defizit, so schätzt er, würde bei einer Öffnung um gut 50 Prozent auf über 300 000 Euro ansteigen. Er tendiere dazu, das Bad geschlossen zu lassen.

Wesertal

„Ich stehe einer Öffnung unseres Freibades in Gieselwerder und dem Hallenbad in Oedelsheim kritisch gegenüber“, sind die Worte von Cornelius Turrey, Staatsbeauftragter für das Amt des Bürgermeisters Wesertal. Sollten verbindliche Aussagen mit Auflagen vom Land kommen, so würde man zehn Tage benötigen, bis man öffnen könne. Nur ein Bruchteil der üblichen Badegäste könne man ins Freibad lassen, „und dies unter Bedingungen, die das Badevergnügen deutlich einschränken“, sagt Turrey. Ob eine Öffnung sinnvoll ist, bleibe abzuwarten. „Momentan sehe ich das aber nicht“, drückt er sein Bedauern aus.

Bad Karlshafen

Wann die Weser-Therme wieder geöffnet werden kann, vermag man nicht zu sagen. „Soweit ich weiß, wird erst über Frei- und Hallenbäder entschieden, danach kommen die Thermen“, erklärt Bürgermeister Marcus Dittrich auf Anfrage. Das sei für ihn nicht nachvollziehbar. Sollte man irgendwann öffnen dürfen, so mache man dies von den Maßnahmen abhängig. Die Stilllegung der Thermen führe zu schwerwiegenden Situationen. Laut des Hessischen Heilbäderverbandes ergab eine Umfrage, mit einer Rücklaufquote von 50 Prozent, dass bereits bis Ende Mai rund 4,2 Millionen Euro Umsatzeinbußen bei den Thermen und Bädern mit ihren Gesundheitseinrichtungen festzustellen sind.

Trendelburg

Das Freibad in Trendelburg bleibt in diesem Sommer geschlossen. Das liegt allerdings nicht an der Corona-Pandemie, sondern an Sanierungsarbeiten, die bald starten sollen. „Momentan bereiten wir die Ausschreibung vor. Wir gehen davon aus, dass wir im August die Aufträge vergeben können“, sagt Bürgermeister Martin Lange.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.