Wechsel in Wesertal

Konstituierende Sitzungen: Auftakt für fünf Parlamente im Kreisteil Hofgeismar

Das Rathaus in Hofgeismar.
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In Hofgeismar und in weiteren Kommunen im Kreisteil stehen die Parlamente nun fest.

Am Montagabend hat sich eine weitere Handvoll der neun Kommunalparlamente im Kreisteil Hofgeismar zu ihren ersten Sitzungen nach der Kommunalwahl zusammengefunden.

Kreisteil Hofgeismar - Während beispielsweise in Hofgeismar alle Entscheidungen einstimmig fielen und Monika Grebing (SPD) wieder zur Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde sowie Gotthard Brand (CDU) zum neuen Ersten Stadtrat, gab es andernorts längst nicht so viel Einvernehmen. Einen „historischen Wechsel“ verzeichnete Wesertal, wo zum ersten Mal in 50 Jahren – die Vorgängerkommunen Oberweser und Wahlsburg eingerechnet – der Erste Beigeordnete nicht von der SPD kommt. Den Posten übernimmt jetzt der FWG-Politiker Karl-Heinz Kempe (64) aus Oedelsheim.

Nach dem Gemeindewahlergebnis, wo die SPD die meisten Stimmen erhielt, hätte das Amt eigentlich der SPD zugestanden. Doch weil sich CDU und FWG für einen gemeinsamen Wahlvorschlag zusammentaten, kehrte sich das Verhältnis um – die SPD verlor einen Sitz im Gemeindevorstand und hat nicht mehr die Mehrheit. Kempe kündigte an, nicht bloß in Vertretung Unterschriften leisten zu wollen, sondern seinen Mund aufzumachen und Dinge auszusprechen, wenn es nötig sei.

Karl-Heinz Kempe

In Grebenstein stellt erwartungsgemäß die SPD mit Horst Wolff den Ersten Stadtrat. von der zweitstärksten Kraft, Grebenstein Direkt, kommt der Parlamentschef Daniel Klein. Die CDU sieht sich in der Oppositionsrolle.

Keine Überraschung in Reinhardshagen: Dort stellt die UWG mit Wolfgang Bertelmann den Vorsitzenden der Gemeindevertretung.

In Liebenau setzten SPD, Wir für Euch (WfE), CDU und Linke erwartungsgemäß Heinz Kunze (SPD) als Ersten Stadtrat durch.

Nach Trendelburg in der Vorwoche sowie Bad Karlshafen und Immenhausen gestern Abend folgt nun noch das Parlament in Calden am Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Über alle Sitzungen berichten wir aktuell und werden zusätzlich jeweils eine Seite mit Fotos aller Gewählten für jede Kommune veröffentlichen. (Thomas Thiele, Matthias Müller, Michael Rieß, Bernd Schünemann, Nela Müller)

22-Uhr-Grenze gilt nicht für das Parlament

Die Ausgangsbeschränkungen sehen vor, dass die Menschen um 22 Uhr zu Hause sein müssen. Von der Regelung gibt es wenige Ausnahmen. Eine ist die Sitzung von Kommunalparlamenten. Die Mandatsträger dürfen auch nach 22 Uhr noch den Heimweg antreten. Besucher allerdings müssen so gehen, dass sie dann zu Hause sind. Die Sitzung gilt aber als öffentlich, da Medienvertreter zugelassen sind und – wie Schichtarbeiter – nach der Arbeit nach Hause fahren dürfen.

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