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Altenhilfe Hofgeismar halbiert ihre Neubaupläne

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Von: Thomas Thiele

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Erste Schritte sind schon getan: Am Eingang zum Gesundbrunnen-Gelände wurde ein neuer zentrales Parkplatz gebaut. In das Wohnhaus links zieht demnächst die lokale Verwaltung des Heimbereiches ein, die sich zuvor im nun abgerissenen Schröder-Haus (dahinter) befand. Auch die Wäscherei von 1966 ist nun komplett abgerissen. Das von Vitos genutzte Andreas Möhl Haus (Mitte) ist von den Neubauplänen nicht betroffen.
Erste Schritte sind schon getan: Am Eingang zum Gesundbrunnen-Gelände wurde ein neuer zentrales Parkplatz gebaut. In das Wohnhaus links zieht bald die lokale Verwaltung ein, die sich zuvor im nun abgerissenen Schröder-Haus (dahinter) befand. Auch die Wäscherei von 1966 ist schon abgebrochen. © Thomas Thiele

Aus Kostengründen muss die Altenhilfe in Hofgeismar ihre Umbaupläne deutlich reduzieren.

Hofgeismar. Die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen in Hofgeismar muss aufgrund der aktuellen Entwicklung und steigender Preise ihr im März vorgestelltes, damals auf über 20 Millionen Euro kalkuliertes Neubau-Großprojekt deutlich reduzieren. Statt zwei Neubauten mit 150 Einbettzimmern gibt es nur noch einen Neubau mit 90 Betten und die Zahl der Gebäudeabbrüche wird reduziert.

Große Unsicherheiten

„Aufgrund der aktuellen Lage, die geprägt ist von großen Unsicherheiten, steigender Preise und der angespannten Situation im Bau-Sektor mussten wir unser Konzept anpassen,“ kommentierte Ralf Pfannkuche, Kaufmännischer Vorstand der Evangelischen Altenhilfe.

An dem komplexen Standort mit der Zentralverwaltung des in ganz Nordhessen tätigen Unternehmens existierten am Jahresbeginn insgesamt 15 Gebäude, die alle auf ihre Zukunftstauglichkeit untersucht wurden.

Das Else-Steinbrecher-Haus von 1982 soll nun doch nicht abgebrochen, sondern saniert werden.
Das Else-Steinbrecher-Haus von 1982 soll nun doch nicht abgebrochen, sondern saniert werden. © Thomas Thiele

Nur noch ein Neubau

Um die Zimmer der Pflegeheime zu konzentrieren, die Wege zu verkürzen und im Gelände mehr Freiflächen zu schaffen, war ursprünglich die Errichtung von zwei großen Neubauten und der Abriss von insgesamt fünf Gebäuden geplant. Das Konzept wird nun gravierend geändert. Statt des Neubaus zweier dreistöckiger Atriumhäuser entlang des Kabemühlenweges wird es hier nur noch einen Neubau geben. Eigentlich sollte der Abriss des 1982 erbauten Else-Steinbrecher-Hauses Platz schaffen für den zweiten Neubau.

Im März hieß es noch, dass ein Neubau wirtschaftlicher und effektiver sei als eine Sanierung dieses Gebäudes. Jetzt wird dafür doch eine Sanierung ins Auge gefasst. Das daneben gelegene, ab 1975 erbaute Neue Brunnenhaus soll dagegen nach wie vor abgebrochen werden, weil die Bausubstanz noch schlechter sei, wie Pressesprecherin Christiane Gahr erläuterte.

Zentralküche bleibt vorerst erhalten

Auch die Zentralküche von 1913, die eigentlich in den zweiten Neubau umziehen sollte und auch abgebrochen werden sollte, bleibt nun erhalten. Laut Mitteilung der Altenhilfe ist das Baufeld inzwischen durch Abrisse, Baumfällungen und Verlegung von Versorgungsleitungen freigemacht. Der Neubaustart ist im Frühjahr 2023 geplant. (Mehr in der gedruckten Ausgabe der HNA Hofgeismar). (Thomas Thiele)

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