Windräder im Reinhardswald

Kreisjagdverein Hofgeismar protestiert gegen Windkraft im Wald

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Bäume mussten Weichen. Dass die Eingriffe erheblich sind, zeigte sich bei den Bauarbeiten von sieben Windrädern im Wald bei Trendelburg. Das muss im Reinhardswald verhindert werden, erklärt die Kreisjägerschaft Hofgeismar. 

Die Hofgeismarer Jägerschaft hat sich dem Protest gegen den beabsichtigten Bau von Windkraftanlagen im Reinhardswald angeschlossen.

Der Kreisjagdverein (KJV) Hofgeismar unterstützt die Bürgerinitiativen und fordert den Verzicht auf Windräder im Naturpark Reinhardswald.

„Wir haben grundsätzlich keine Probleme mit der Windenergie und alternativen Energien“, sagt Kreisjagdvereinsvorsitzender Uwe Groß im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch was den Bau der riesigen Anlagen im Wald angehe, „da sind wir jetzt an einem Punkt angelangt, wo wir einhalten müssen“, sagt Groß. Die Jägerschaft wende sich entschieden gegen die Zerstörung der Kultur- und Naturlandschaft des Reinhardswaldes. Eine große Menge von Vögeln und Fledermäusen würden durch die Windräder getötet. Zu befürchten sei auch, dass auf den Höhen des Reinhardswaldes zunehmend streng geschützte Greifvögel getötet würden.

"Unsere Wälder dürfen nicht zu Industriegebieten verkommen"

Die Geräusche und der Schlagschatten, den die Anlagen werfen, seien störend nicht nur für das Wild, sondern auch für Erholung suchende Menschen. Das einzige zusammenhängende Waldgebiet Nordhessens, das inzwischen auch mit dem Prädikat Naturpark ausgezeichnet worden sei, dürfe nicht durch 20 und mehr geplante Anlagen verschandelt werden. „Auf Teufel komm raus nun auch im Wald die Windenergie auszubauen, kann nicht der richtige Weg sein“, meint Groß. Die Jägerschaft könne nicht nachvollziehen, dass das von den Grünen geführte hessische Umweltministerium in der Diskussion überhaupt nicht auf die Argumente der Kritiker eingehe.

Der KJV erinnert auch auf seiner Homepage daran, dass in deutschen Wäldern inzwischen 1500 Windkraftanlagen stehen. Mit ihren Fundamenten vernichteten nur 143 Anlagen eine Fläche, die so groß ist wie der Hambacher Forst. „Es darf nicht sein, dass unsere Wälder zu Industriegebieten verkommen“, sagt Uwe Groß. 

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