Kassel School of Medicine

Kreisklinik Hofgeismar offiziell als Lehrkrankenhaus anerkannt

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Luftaufnahme von der Kreisklinik in Hofgeismar.

Hofgeismar. Aus- und Weiterbildung sind wichtig für die Kreisklinik Hofgeismar. Deshalb ist sie unter anderem ein Ausbildungsstandort der Kassel School of Medicine (KSM).

Obwohl das Programm schon seit vier Jahren läuft, ist die Klinik erst jetzt offiziell als Lehrkrankenhaus der Universität Southampton anerkannt.

In dem zweisprachigen Studiengang der Gesundheit Nordhessen mit der Universität Southampton werden die Studierenden nach englischem Muster in nur fünf Jahren zum Arzt ausgebildet. „Auch wenn die Ausbildung ein Jahr kürzer ist als an deutschen Universitäten, wird unseren Studenten nicht weniger Wissen vermittelt“, erklärte Prof. Dr. Michael Tryba, Geschäftsführer der KSM, als er der Kreisklinik die Urkunde als akademisches Lehrkrankenhaus überbrachte. 

„Während die vorlesungsfreie Zeit zwischen Sommer- und Wintersemester an den Universitäten in Deutschland jährlich mehrere Monate beträgt, haben unsere Studierenden nur 4-6 Wochen Urlaub im ganzen Jahr.“

Die ersten Studenten kamen 2013 nach Hofgeismar

Michael Tryba

Überwiegend sind es junge Deutsche, die sich bei der KSM einschreiben, um in England Medizin studieren zu können. Die Anforderungen sind hoch: Nur einer von zehn Bewerbern wird genommen. Voraussetzungen sind nicht nur ein Notendurchschnitt von mindestens 1,8 sowie fast perfektes Englisch, sondern auch eine sehr hohe Motivation. „Das Interesse an der Medizin muss in dem Bewerbungsgespräch sehr deutlich spürbar sein“, so Tryba.

Schon 2013 waren die ersten vier Studenten in Hofgeismar an der Kreisklinik und dem Evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen für jeweils vier Wochen beschäftigt. „Es ist sehr wichtig, dass die Studenten auch mal Häuser dieser Größe kennenlernen“, sagt Dr. Hans-Ulrich Braner, ärztlicher Direktor der Kreisklinik, „hier können wir ihnen eine Alternative aufzeigen zu den universitären Kliniken. Hier erhalten sie eine ganz enge Ausbildung.“ Jeder Student habe in Hofgeismar seinen eigenen Chefarzt, ergänzt Tryba.

Englischer Abschluss wird voll anerkannt

Hans-Ulrich Braner

„Wir versprechen uns von der Kooperation unter anderem die Akquise von gut ausgebildeten Ärzten, die hier ihren Lebensmittelpunkt finden sollen“, erklärt Klinik-Geschäftsführer Bernd Tilenius. Am Ende der Ausbildung stünden gut ausgebildete Ärzte, die sehr motiviert sind und in Hofgeismar optimale Bedingungen vorfinden würden.

Die Studierenden beenden ihre Ausbildung mit dem englischen Abschluss, nicht dem deutschen. Der sei aber keinesfalls schlechter, betont Tryba: „Es gibt Bereiche, die England besser ausbildet als wir.“ In England gebe es zum Beispiel kaum Facharztpraxen, stattdessen gehe der Patient zu seinem Hausarzt, der deutlich mehr behandelt als sein deutscher Kollege.

Der englische Abschluss wird in Deutschland voll anerkannt, so dass die Absolventen der KSM hier ohne Schwierigkeiten praktizieren können. „Denen steht mit dem zweisprachigen Studium die Welt offen“, versichert Tryba, „doch die meisten bleiben hier.“

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