Begleitung bei Kaiserschnitt untersagt

Kreisklinik Hofgeismar: Väter dürfen mit Mundschutz in den Kreißsaal

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Eltern zu werden verläuft wegen des Coronavirus anders als gewohnt. In Krankenhäusern gelten für Väter als Begleitperson strenge Regeln.

Die Geburt ohne den Vater des Kindes erleben? In Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Besuchsverboten in Krankenhäusern treibt diese Sorge schwangere Frauen um.

In der Kreisklinik Hofgeismar dürfen laut GNH-Pressesprecherin Inga Eisel werdende Mütter „eine gesunde Begleitperson mit in den Kreißsaal nehmen.“ Diese muss während der Entbindung einen Mundschutz tragen. „Zudem werden die Schwangeren bei Erkältungssymptomen auf das Coronavirus getestet“, erklärt Eisel auf Anfrage unserer Zeitung.

Nicht gestattet ist die Begleitung des Vaters allerdings bei einem Kaiserschnitt. „Die Operationssäle werden im Hofgeismarer Krankenhaus für verschiedene Eingriffe genutzt. Deswegen besteht dort aktuell nicht die Möglichkeit einer Begleitung“, sagt Eisel. Das sei auch eine Maßnahme, um Patienten und Mitarbeiter vor der Corona-Pandemie zu schützen.

Partner als Beistand bei der Geburt wichtig

Nach der Geburt gemeinsam das neue Glück zu erleben, bleibt erst einmal tabu: Stationäre Patienten der Kreisklinik dürfen zum eigenen sowie zum Schutz der Mitpatienten und Beschäftigten aktuell keinen Besuch empfangen, teilt die GNH weiter mit. Dies gelte auch für die Wöchnerinnen mit ihren Babys.

Dass die Männer bei der Geburt im Kreißsaal dabei sein dürfen, ist sehr wichtig, sagt Susann Erdmann, freiberufliche Hebamme im Kreisklinikum Hofgeismar. „Sie sind der seelische Beistand“, erklärt die 52-Jährige, die während einer Geburt nicht nur die normalen Hygieneregeln einhält, sondern auch mit Schutzbrille und Mundschutz ausgerüstet ist und zwischendurch den geforderten Mindestabstand von 1,50 Meter einhält.

Susann Erdmann, Hebamme

Die Ängste und Sorgen der Frauen bekommt Erdmann natürlich mit. „Vor allem die Befürchtung, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, wird an mich herangetragen“, sagt sie. Die Hebamme selbst hat keine Angst, an Covid-19 zu erkranken. „Aber andere anzustecken zu können, das bereitet mir Kopfschmerzen“, erklärt sie.

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