Mit Prognose für dieses Jahr

Kreisteil Hofgeismar: Nur alle vier Jahre weiße Weihnacht

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Hoffnung auf Weißes: Dass sich Lippoldsberg an Heiligabend wieder schneebedeckt zeigt, ist sehr unwahrscheinlich.

Kreisteil Hofgeismar. Kaum etwas beschäftigt die Menschen vor Weihnachten mehr, als die Hoffnung auf weiße Weihnachten.

Um eine genauere Antwort darauf zu finden, hat „Der Spiegel“ jetzt Daten des Deutschen Wetterdienstes aus den vergangenen Jahren analysiert - auch die von fünf Messpunkten im Kreisteil Hofgeismar.

Das Nachrichtenmagazin hat den Anteil weißer Weihnachten seit 1979 ermittelt. Das soll einen Anhaltspunkt ergeben, wie wahrscheinlich es ist, dass in den kommenden Jahren erneut Schnee an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen liegt.

Die wichtigste Erkenntnis der Analyse ist für unsere Region ernüchternd: Meist gab es häufiger weiße Weihnachten, je höher ein Ort liegt. Durch die relativ flache Lage des Kreisteils gab es nur rund alle vier Jahre Schnee zum Fest. Zum Vergleich: An Deutschlands höchsten Punkten, wie am Brocken, gab es in 97 Prozent der Jahre weiße Weihnachten.

Grebenstein 

Die Wetterstation liegt zwar mit 190 Metern über Normalnull am höchsten, hier gibt es aber die geringste Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten. Nur an 19 Prozent der Heiligen Abende seit 1979 lag Schnee. Durchschnittlich gab es in Grebenstein 23 Schneetage.

Liebenau-Haueda 

Die besten Chancen in der Region haben die Liebenauer. Mit 29 Prozent weist „Der Spiegel“ den Anteil weißer Weihnachten im Ortsteil Haueda aus. Auch mit 29 Schneetagen im Jahr liegt der Ort an der Spitze. Die Wetterstation liegt mit 162 Metern vergleichsweise hoch.

Reinhardshagen-Vaake 

Die Wetterstation im Ortsteil Vaake liegt am flachsten, sie steht auf 115 Metern Höhe. Mit 24 Prozent Anteil weißer Weihnachten und 24 Tagen liegt der Reinhardshager Ortsteil im Mittelfeld.

Wahlsburg-Lippoldsberg 

Trotz der mit 126 Metern vergleichsweise flachen Lage wurden die Lippoldsberger mit viel Schnee verwöhnt. An 29 Tagen lag Schnee. Aber auch hier gab es nur etwa alle vier Jahre Schnee, der Anteil weißer Weihnachten lag bei 28 Prozent.

Trendelburg 

Am wenigsten Schnee gab es seit 1979 in Trendelburg. An nur durchschnittlich 17 Tagen lag hier Schnee. Auch an Heiligabend blieb der Wunsch nach weißen Weihnachten meist unerfüllt: Der Anteil lag bei 22 Prozent. Die Wetterstation liegt 133 Meter hoch.

Die Prognose für 2015 

„Mit weißen Weihnachten wird es dieses Jahr nichts“, sagt Kai Knauf, der in Holzhausen eine Wetterstation betreibt. „Noch bis zum Jahresende können wir keinen Schnee erwarten.“ Die Temperaturen würden sich zwischen fünf und acht Grad bewegen. „Der Grund dafür ist eine ungünstige Südwestströmung.“ Nach den Aufzeichnungen der Familie Knauf gab es in der Region das letzte Mal im Jahr 2010 Schnee zu Weihnachten.

Die Karte vom Spiegel mit Daten für ganz Deutschland gibt es hier.

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