Kunden tanken weniger

Niedrige Preise: Benzin, Diesel und Heizöl sind billiger als gewohnt

Tankstelle Tanja Temme 25.05.2020Tobias Köhler. Foto: Tanja Temme
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Tankstopp: Der Sprit ist in der Coronakrise vergleichsweise billig, doch die Nachfrage ist in Homeoffice-Zeiten verhaltener als sonst. Unser Bild zeigt Pächter Tobias Köhler von der Tankstellenstation WK in Calden.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind noch immer überall zu spüren. Auch Tankstellen sind betroffen, denn trotz günstiger Preise tanken Kunden weniger.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Benzin, Diesel und Heizöl billiger als gewohnt, da sich die Krise stark auf die Wirtschaft auswirkt. Doch die Tankstellen profitieren nicht unbedingt davon, denn in Zeiten von Homeoffice tanken die Kunden weniger.

Der Preis für einen Liter Diesel liegt bei den Tankstellen in der Region bei knapp einem Euro, für einen Liter Benzin zahlen Kunden zwischen 1,16 Euro und 1,20 Euro. „Die Nachfrage nach den Kraftstoffen ist dennoch verhalten“, sagt Claudia Haghani, Geschäftsführerin der Firma Knierim, zu der die Tankstellenstation WK in Calden gehört. 

Niedrige Spritpreise im Kreisteil Hofgeismar: Wegen Homeoffice weniger los

Da viele Menschen aufgrund von Covid-19 im Homeoffice arbeiten und somit weniger an den Zapfsäulen los ist, schätzt Haghani die Kraftstoff-Einbußen auf 20 bis 40 Prozent. „Wie gut eine Tankstelle frequentiert wird, hängt zusätzlich auch mit der Lage zusammen“, berichtet die 45-Jährige. Je nach Größe der Tankstelle haben die Pächter auch Kurzarbeit anmelden müssen – in Calden sei dies nicht der Fall gewesen.

Für den Shopbereich hat die Geschäftsführerin Hygienekonzepte erarbeitet. Spuckschutz an der Kasse, Zutrittsbeschränkungen, Änderungen der Laufrichtung für die Kunden – all das wurde eingeführt und „von Pächter Tobias Köhler gut umgesetzt“, wie sie sagt.

Niedrige Spritpreise: Durch Lockerungen steigen Absätze langsam wieder

Einen Rückgang an Kraftstoffverkauf verzeichnet auch die Aralstation in Hofgeismar. „Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen werden wir aber keine Zahlen nennen“, sagt Aral-Pressesprecher Detlef Brandenburg. Durch die Lockerungen seien die Straßen nun deutlich belebter, was auch wachsende Absätze bedeute. „Allerdings sind wir noch nicht wieder auf dem Niveau, wo wir vor der Krise waren“, berichtet Brandenburg. 

Einen guten Umsatz im Shop macht Aralstation-Pächterin Cristina Merdan dagegen mit Tabakwaren. Bevor Eisdielen wieder öffnen durften, fand auch Eis am Stiel reißenden Absatz. Einen erhöhten Bedarf hatten die Kunden auch an Autowäschen. Das sei laut Brandenburg eine erfreuliche Entwicklung.

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