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Kreisteil Hofgeismar hofft jetzt auf den Bundestag

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Von: Bernd Schünemann

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Ein Güterzug fährt durch den Bahnhof Hofgeismar.
Güterzug-Durchfahrt im Bahnhof Hofgeismar: Auf der Bahnstrecke wird künftig mehr Verkehr erwartet. Deshalb wird jetzt versucht, mehr Lärmschutz für die betroffenen Anliegergemeinden zu erreichen. © Thomas Thiele

Die Stadtverordneten in Liebenau und Immenhausen haben die Kernforderungen der Region zur Kurve Kassel einstimmig beschlossen.

Liebenau/Immenhausen – Die Parlamente in Grebenstein, Hofgeismar und Trendelburg befassen sich damit in den nächsten Tagen. Davon erhoffen sich die Städte an der Bahnstrecke Kassel-Paderborn langfristig zumindest eine Entlastung vom Lärm.

Mehr Zugverkehr erwartet

Für diese Bahnstrecke wird eine Zunahme des Zugverkehrs erwartet – auch durch den angestrebten Bau der Kurve Kassel.

Zusätzlicher Lärmschutz sowie die Schließung von Bahnübergängen stehen als zwei Kernforderungen für die Kommunen im Mittelpunkt. Davon sind neben Liebenau und Immenhausen auch Grebenstein, Hofgeismar und Trendelburg betroffen. Die dritte Kernforderung betrifft vor allem den Fuldataler Ortsteil Ihringshausen. Dort wurden Schäden an Gebäuden festgestellt, die auf Erschütterungen durch die Bahnstrecke zurückgeführt werden. Für Ihringshausen wird deshalb ein Erschütterungsschutz gefordert.

Runder Tisch hat Forderungen erarbeitet

Ein Runder Tisch hatte diese Forderungen in den vergangenen Monaten erarbeitet und abgestimmt. Das vom runden Tisch erarbeitete Gesamtpaket umfasst Projekte in Höhe von fast 260 Millionen Euro. Welchen Erfolg die Abstimmungen haben, wird sich im Herbst 2023 zeigen. Dann soll sich der Bundestag mit den Kernforderungen beschäftigen. Stimmt der zu, besteht für die Städte und Anlieger Hoffnung auf Lärmschutz und möglicherweise auch eine Verbesserung der Situation an den Bahnübergängen.

„Einzige Möglichkeit, dass die Region profitieren kann“

Liebenaus Bürgermeister Harald Munser sieht in den Kernforderungen „die einzige Möglichkeit, dass die Region profitieren kann“. Zu den Bauplänen könne sich die Stadt nicht äußern, weil sie nicht von dem Bauleitverfahren betroffen ist.

Die Immenhäuser Stadtverordneten dankten ausdrücklich den Mitgliedern der Bürgerinitiative Keine Kurve Kassel. Ohne ihren Einsatz hätte es diese Kernforderungen nicht gegeben. SPD-Sprecher Ingo Kuhlmey brachte noch einmal die Solling-Strecke als Alternative ins Gespräch. (Bernd Schünemann)

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