Abschlussklassen starten als erstes

Montag geht es wieder los: Schulen fühlen sich für den Unterricht gut gerüstet

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Noch ist abgesperrt: Brigitte Kastell, Leiterin der Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen, begrüßt am Montag wieder einen Teil der Schüler. 

In ganz Hessen und somit auch im Kreisteil Hofgeismar, beginnt schrittweise wieder der Schulbetrieb. Der Start für die Viertklässler wurden jedoch verschoben.

Wir haben bei fünf Schulen nachgefragt, wie man sich dort auf die neue Situation vorbereitet hat und ob man sich gut gerüstet fühlt.

ASS Hofgeismar

Am Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASS) in Hofgeismar hätte Schulleiter Hagen Riedemann gerne noch eine Woche länger Zeit gehabt, um sich auf die Schulöffnung vorzubereiten. Die Lehrer werden am Montag 70 Schüler der Jahrgangsstufe Q 2 begrüßen, die in Gruppen eingeteilt werden. Die Pausen werden sie alle gemeinsam machen. „Wir wissen aus Erfahrung, dass sich die Schüler auf dem Gelände verteilen“, sagt Riedemann. Getränke und Mahlzeiten müssen sich die Schüler selbst mitbringen und sollen diese auf dem Schulhof verzehren. Die Mensa bleibt weiterhin geschlossen.

Den Hygiene-Plan des Landkreises habe man in der ASS umgesetzt. Am heutigen Samstag sollen neben Desinfektionsmitteln die Masken für die Schüler geliefert werden. „Das Kollegium haben wir schon mit Mundschutz aus der Apotheke ausgestattet“, berichtet der Schulleiter.

FvS Immenhausen

„Wir sind gut auf den kommenden Montag vorbereitet und freuen uns auf die Kinder“, sagt Brigitte Kastell, Schulleiterin der Freiherr-vom-Stein-Schule (FvS) Immenhausen. 65 Schüler aus dem praxisorientierten Bildungsgang und des mittlereren Bildungsgangs werden dann beschult. „Es wird sechs Lerngruppen geben, in einer werden maximal zehn Kinder sein“, erklärt Kastell. Der Unterricht findet von 8.30 bis 12 Uhr statt und wird aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch bestehen. „Nach einer Woche werden wir sehen, ob es bei diesem Plan bleibt oder ob wir noch ein Nebenfach hinzuziehen werden“, erklärt die Schulleiterin auf Anfrage unserer Zeitung.

Damit sich Schüler und Eltern von den Maßnahmen in der Schule ein genaueres Bild machen konnten, wurde auf der Internetseite der FvS unter verschieden Stichpunkten eine Gliederung erstellt. „Zudem werden wir am Montag die erste Stunde zu einer genauen Einführung nutzen. Hygiene- und Abstandsregelungen werden unter anderem Themen sein“, sagt Kastell. Genügend Abstand sei momentan auch gegeben, wenn die Schüler mit dem Bus zur FvS kommen würden. „Aus Reinhardshagen sind es ab nächster Woche 15 Kinder – da gibt es keine Komplikationen“, so die Schulleiterin. Problematisch wird es in ihren Augen dann, wenn weitere Klassen zurück in die Schulen kehren.

HBS Hofgeismar

Abstandsregeln, Hygiene, und Mund-Nasen-Schutz für die Lehrer – die Herwig-Blankertz Schule (HBS) hat ebenfalls alle nötigen Maßnahmen getroffen und umgesetzt, dass Montag der Berufsschul-Unterricht wieder aufgenommen werden kann. „Die Tische stehen weit genug auseinander und im Treppenhaus haben wir mit Pfeilen sogar Laufrichtungen angegeben“, sagt Dr. Johlen, Schulleiter der HBS. Zudem werden jeden Morgen Reinigungskräfte im Schulgebäude unterwegs sein.

Über die Woche verteilt besuchen knapp 200 Schüler den Unterricht. „Allerdings nicht alle auf einmal. Die Berufsschüler kommen nur an einem Tag. Die Prüfungsschüler sind jeden Tag vor Ort“, erklärt Johlen. Dass im Schulgebäude und auf dem Gelände der geforderte Abstand zwischen den einzelnen Schülern eingehalten werde, da ist sich der Schulleiter sicher. Ein wenig Kopfzerbrechen bereite ihm allerdings der Bustransfer. „Dort ist es schwierig, die Abstandsregelung einzuhalten. Und manche fühlen sich mit Maske vielleicht einfach zu sicher. Da kann das Ganze schnell zu einem Infektionsherd werden“, berichtet Johlen.

Dass in Hessen die Abschlussklassen schon eine Woche vor den anderen Ländern in den Unterricht starten, findet er nicht schlimm: „Wir konnten die Vorbereitungen bewältigen. Außerdem wollen die Schüler auch endlich ihre Abschlussprüfungen machen.“

Grundschule zur Friedenseiche Hombressen / Burgbergschule Grebenstein

Sprachl- und fassungslos war nach der Entscheidung Gabriele Mikl, Schulleiterin der Grundschule zur Friedenseiche Hombressen. „Jetzt müssen wir weiter Homeschooling betreiben“, sagt sie. Man sei gut vorbereitet gewesen für den Schulstart. "Wir haben viel Arbeit und Elan investiert", berichtet die 55-Jährige. Leid täte es ihr auch für die Eltern, die jetzt wieder umplanen müssten. 

Hatten schon alles für den Schulstart der vierten Klassen vorbereitet: Konrektorin Katharina Salomon-Klose (links) und Schulleiterin Sandra Wieland von der Burgbergschule in Grebenstein.

„Das verursacht viel Verwirrung bei den Kindern“, sagt zudem die Leiterin der Burgbergschule Grebenstein, Sandra Wieland. Sie sei sich sicher, dass viele sich auf das Wiedersehen mit den Schulfreunden und den Lehrern gefreut hätten. Nun müssen auch hier die Viertklässler weiterhin mit Aufgaben für Zuhause versorgt werden. Die Notbetreuung in den Grundschulen bleibt weiterhin bestehen.

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