Corona-Regeln in Kirchen nicht einheitlich

Viele Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen finden draußen statt

Hannah Tinnefeld
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Hannah Tinnefeld, Pfarrerin in Grebenstein.

Vor den Feiertagen geht es nicht nur in den Geschäften hoch her, sondern auch im Evangelischen Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen und in den katholischen Pfarrgemeinden.

Kreisteil Hofgeismar - Gottesdienste müssen geplant werden. Dabei zeigt sich, dass die Kirchen keine einheitlichen Corona-Regeln haben.

Für Gottesdienste in den Kirchen gilt bei den evangelischen Kirchengemeinden die 3G-Regelung (Stand gestern). Allerdings können die Kirchenvorstände je nach eigenem Ermessen auch eine 2G- oder 2G+-Regelung erlassen. Zudem empfiehlt die Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Andachten an Weihnachten draußen zu planen. „Das setzen viele gerade an Heiligabend um“, sagt Pfarrer Sevm Wollert, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen.

Im Kirchspiel Grebenstein-Schachten-Burguffeln werden an den Feiertagen Veranstaltungen mit 2G und 3G angeboten. „Damit wollen wir so viele Leute wie möglich erreichen“, sagt Pfarrerin Hannah Tinnefeld. Für das Krippenspiel, das an Heiligabend in der Grebensteiner Stadtkirche stattfindet haben beispielsweise nur Geimpfte und Genesene mit Anmeldung Zutritt, deren Status kontrolliert wird.

Die katholische Kirche bleibt bei ihrem bisherigen Verfahren. „Für die Gottesdienste muss man sich anmelden. In der Kirche gilt weiterhin Masken- und Abstandspflicht“, erklärt Martin Schöppe, Pfarrer der Gemeinde St. Peter in Hofgeismar. Die Besucher werden am Eingang nicht kontrolliert. „Allerdings muss man sich vorher anmelden. Der Platz ist begrenzt. In die Petrikirche passen 35 Personen“, so Schöppe.

Das Bistum Fulda weist in einem Schreiben darauf hin, dass allen der Zugang zu Gottesdiensten möglich sein soll: „Jedem Gläubigen muss es möglich sein, in seiner Pfarrei oder einem für ihn hinreichend gut erreichbaren Ort im Pastoralverbund einen nicht zugangsbeschränkten Gottesdienst zu besuchen.“ Sei dies gewährleistet, könne vor Ort entschieden werden, Andachten auch in 3G, 2G oder 2G+ stattfinden zu lassen. (Nela Müller)

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