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Kritik an B 83-Ortsumgehung: Einwohner von Lauenförde fühlen sich benachteiligt

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Von: Thomas Thiele

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Blick von der neuen B 83 auf die Fortsetzung über die Weserbrücke nach Würgassen und Lauenförde: Die Optik verführt zum Geradeausfahren, aber zur weiteren B 83 nach Beverungen und Höxter muss man rechts abbiegen.
Blick von der neuen B 83 auf die Fortsetzung über die Weserbrücke nach Würgassen und Lauenförde: Die Optik verführt zum Geradeausfahren, aber zur weiteren B 83 nach Beverungen und Höxter muss man rechts abbiegen. © Thomas Thiele

Kurz vor der für nächste Woche geplanten provisorischen Freigabe der neuen B 83-Ortsumgehung für Bad Karlshafen, Helmarshausen und Herstelle haben sich aus dem nahen Lauenförde Kritiker gemeldet.

Bad Karlshafen/Herstelle/Lauenförde – Einige kritische Stimmen befürchten, dass der jetzt gebaute Straßenverlauf ihnen zusätzliche Verkehrsbelastung beschert, weil die neue Ortsumgehung anders verläuft als ursprünglich geplant.

„So wie die Verkehrsführung jetzt geplant ist, wird der Durchgangsverkehr in Richtung Höxter und Uslar direkt nach Lauenförde geleitet“, beschreiben Bürgermeister Werner Tyrasa und sein Stellvertreter Gerd Henke die Lage: „Diese Planung ist nicht im Lauenförder Interesse und deshalb können wir sie so nicht hinnehmen.“ Beide machten sich mit Daniela Wichmann, Chefin des Lauenförder Bauausschusses, ein Bild von der fertigen Straße und der Beschilderung. Ihre Kritik: Die aus Richtung Trendelburg bergab kommende neue Bundesstraße führt schnurgerade weiter auf die Weserbrücke und die Landesstraße nach Lauenförde. Um auf die B 83 nach Beverungen und Höxter zu kommen, müssen Autofahrer aber vor der Brücke rechts abbiegen, um in einer Kurve auf die alte B 83 einzubiegen.

„Das kann so nicht bleiben“, fordern die Lauenförder. Der Durchgangsverkehr müsse auf der B 83 bleiben und dürfe nicht auf die untergeordneten Landesstraßen abgeleitet werden.

Umgehung sorgt für Diskussionen

Wie sich in der Woche zuvor in einer Expertenrunde unter anderem mit Vertretern von Hessen Mobil, dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem niedersächsischen Verkehrsministerium herausstellte, geht die jetzige Planung auf das Jahr 2012 zurück. Der damalige Bundesverkehrswegeplan (BVWP) sah noch eine weitere Ortsumgehung der B 83 auch für Lauenförde vor. Diese Umgehung sollte dann vom rechten Weserufer über eine Weserbrücke bei Beverungen-Blankenau wieder zurück auf die linksseitige B 83 Richtung Höxter führen. Das hätte auch Beverungen entlastet. Doch im Verkehrswegeplan 2030 wurde die Ortsumgehung Lauenförde vom „vordringlichen“ in den „weiteren Bedarf“ zurückgestuft.

Dass die Straßenbauverwaltungen die Planungen nicht angepasst haben, dürfe jetzt dem Flecken Lauenförde nicht zum Nachteil werden, meinen Tyrasa, Henke und Wichmann. Deshalb müsse unverzüglich damit begonnen werden, die neue Ortsumgehung Bad Karlshafen direkt an die alte B 83 bei Herstelle anzubinden. Schon in der Expertenrunde sei deutlich geworden, dass Politik und Straßenbehörden in Niedersachsen dahinter stehen. In Lauenförde hat sich schon eine BI gegen die Verkehrsbelastung gebildet und eine Petition an den hessischen und westfälischen Landtag geschickt, in der sie von den Ländern Abhilfe fordert. Bei Straßen NRW war gestern Nachmittag keine Auskunft mehr dazu zu bekommen. (Thomas Thiele)

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