Kritik: Hessentag wird zu wenig beworben

Hofgeismar. Offiziell läuft beim Hessentag in Hofgeismar alles rund, doch hinter den Kulissen mehrten sich in den vergangenen Tagen kritische Stimmen.

Das Landesfest werde schlecht vermarktet, so der Vorwurf. Befeuert wird die Kritik durch Verkaufszahlen einzelner Veranstaltungen, die hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Stadt Hofgeismar reagiert mit Transparenz: Sie legte das Marketingbudget und den Umfang der Werbung offen. Demnach wird knapp eine halbe Million Euro ausgegeben.

Organisatoren, Politiker sowie Vertreter früherer Hessentagsstädte äußerten sich gegenüber der HNA kritisch im Bezug auf die Vermarktung - viele allerdings nur inoffiziell: Der Hessentag sei in der Region kaum im Alltag sichtbar, beispielsweise durch Plakate. Die Stadt verteile zudem übermäßig Freikarten - selbst wenn das nicht nötig sei, um den Vorverkauf anzukurbeln.

Diesen Vorwurf widerlegt Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth: Das sei schon wegen der Verträge mit den Künstlern nicht möglich. Nur ein kleiner, vertraglich fixierter Teil der Freikarten stehe der Stadt zur Verfügung.

Bei einem Projekt dieser Größenordnung gebe es immer kritische Stimmen, sagt Mannsbarth. Der Vorwurf der Kritiker sei „sehr subjektiv“ geprägt: Plakate würden oft nur einmal gesehen und dann übersehen. Seit März hat die Stadt diese Art Werbung verstärkt. Im Umkreis von 100 Kilometern stünden beispielsweise 500 A1-Plakate pro Einzelkünstler - zusätzlich zu den 330 A1-Plakaten in Kassel.

Laut Mannsbarth wurde die Werbung in den vergangenen Monaten schrittweise verstärkt. Das sei auch ein Grund gewesen für den Anstieg des Defizits, also den 1,72 Millionen Euro, die die Stadt Hofgeismar bisher laut Planung beim Landesfest drauflegt.

Mit 362.000 Euro fürs Marketing hatte man ursprünglich kalkuliert, jetzt liegt das Budget bei 476.000.

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