Kritik von Kollwitz-Schule: Therapiebad nicht so leicht ersetzbar

Schwimmbad der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar. Archivfoto: Tobias Lawatzki

Hofgeismar. Die Zukunft des Therapiebades der Hofgeismarer Käthe-Kollwitzschule bleibt umstritten: Lehrer und Eltern widersprechen energisch einem Vorschlag des Landkreises.

Der war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Schüler nach einem behindertengerechten Umbau künftig das Hofgeismarer Bad am Park (BaP) nutzen könnten, weil Geld für eine Sanierung des Therapiebades fehle.

Diese Idee habe man mit „Schrecken, Unverständnis und Überraschung“ zur Kenntnis genommen, schreibt die Schwimmbad-Arbeitsgruppe der KKS, die größtenteils aus Mitarbeitern und einer Elternvertreterin besteht. Denn die vorgebrachten Argumente seien teilweise falsch.

Die KKS ist die einzige Schule für Praktisch Bildbare mit einer Abteilung für praktisch bildbare Körperbehinderte im Kreis. Ihr marodes Therapiebad ist geschlossen. Die Kreisverwaltung hatte angesichts der kalkulierten Sanierungskosten von einer Million Euro vorgeschlagen, stattdessen das Bad am Park mit einer Hebebühne behindertengerecht zu machen. Doch so leicht sei aus einem öffentlichen Schwimmbad kein Therapiebad zu machen, sagen Lehrer und Eltern. Unter anderem müsste die Wassertemperatur um fünf auf 33 Grad angehoben sowie Hygienestandards und Chlorwerte erhöht werden. Sanitäranlagen und Duschen seien unzureichend. Letztendlich müsse ein komplett neues Becken entstehen.

„Wir müssen abklären, welche Veränderungen nötig sind und ob sie Einfluss auf den Badebetrieb haben“, sagt Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth. Der Stadt gehört das Bad am Park. Grundsätzlich sei man aber offen für die Idee des Landkreises.

Die Kreisverwaltung hält an ihrem Vorschlag fest: Man habe die Sache geprüft und komme zu einem anderen Ergebnis als die Eltern. Der Ball liege nun bei den Fraktionen im Kreistag.

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