Krukenburg rockt: Neuer Anlauf im nächsten Jahr

Musik von Iron Maiden über Deep Purple bis zu Thin Lizzy: Wegen der Mad Hats war die Mehrheit des Publikums zur Krukenburg gekommen. Besonders Sänger Raphael Leskys (rechts) Stimme wurde von den Gästen immer wieder gelobt, aber auch Gitarrist Kevin Wichmann bekam Lob. Fotos: Temme

Helmarshausen. Eigentlich war es eine gerissene Achillessehne, die die Krukenburg zum Rocken gebracht hat. Hinter der Wiederbelebung des Festivals steckt eine ungewöhnliche Geschichte.

Dass am Freitag- und Samstagabend Bands aus dem hohen Norden im historischen Ambiente oberhalb von Helmarshausen zu Gast waren, nahm seinen Lauf mit einem Aufenthalt im Carolinum.

„Als ich im vergangenen Jahr hier zur Reha war, hatte ich einen kleinen Unfall und musste fortan mit Gips und Krücken die Therapien fortsetzten“, sagte Veranstalterin Anja Rink. Dadurch sei sie im Carolinum allerorts bekannt gewesen, denn normalerweise, sei das unüblich. Seitdem hat die Norddeutsche nicht nur viele Freunde im Karlshafener Raum gefunden, sondern bezeichnet die Region auch als „ihre zweite Heimat“.

Da sowohl ihr Sohn Jonas als auch ihr Mann Thorsten in verschiedenen Bands spielen, lag es für Anja Rink nah, hier ein kleines Festival zu organisieren. Außerdem veranstalten die Rinks auch in ihrer Heimat schon seit Jahren etwas Ähnliches. „Ich wusste gar nicht, dass es in den Vorjahren hier so was schon mal gab - für mich kam auch sofort nur die Krukenburg in Frage.“ Tatsächlich hatte ein professioneller Veranstalter zwei Jahre in Folge „Die Krukenburg rockt“ ausgerichtet.

Allerdings bestand inzwischen kein Interesse mehr daran. Ein Zufall, dass Familie Rink aus der Nähe von Oldenburg sich der Sache annahm. Los ging es an beiden Abenden mit Mailancolly - zwei Musiker, die mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und lustigen deutschen Texten ihre Sache ziemlich gut machten. „All die Geschichten, die wir so erleben, erzählen wir in unseren Liedern, die allesamt selbst geschrieben sind“, sagte Marcel Kreyenschmidt. Ihre schnelle Musik, eben Indie-Pop-Punk-Rock, wie die beiden 23-Jährigen ihren Stil selbst bezeichen, war nicht jedermanns Sache, schließlich wollte die Mehrheit des Publikums Cover-Stücke aus vergangenen Zeiten hören, die sowohl die Groovebreaker am ersten Tag als auch die Mad Hats am zweiten zum Besten gaben. So konnten die Besucher am Vorabend Gitarrenrock von Hendrix bis Clapton erleben und am folgenden ähnliche Rock-Klassiker, eben Stücke von Deep Purple, Thin Lizzy oder den Beatles.

Rockfestival auf der Krukenburg

Obwohl die Veranstaltungen nicht so gut besucht waren wie erhofft - an beiden Tagen fanden rund 250 Gäste den Weg zur Burg - will Familie Rink auch kommendes Jahr noch mal einen Versuch starten. Mit von der Partie war der Heimatverein aus Helmarshausen, der die Bewirtung übernommen hatte. „Die Atmosphäre hier oben, ist einfach sehr schön“, sagte Frank Dähmlow, „schade, dass die Konzerte nicht so gut angenommen wurden.“ (zta)

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