Planer kommen glimpflich davon

Kulturvereine im Kreisteil trotz Absagen noch ohne Probleme

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Die „Weibsbilder“: Claudia Thiel (links) und Anke Brausch sollten im März in Liebenau auftreten. Das Gastspiel der beiden Kabarettistinnen soll nun am 18. April 2021 stattfinden, kündigte die Vereinsgemeinschaft an. 

Glimpflich davon gekommen, trotz der Corona-Pandemie, sind bis jetzt mehrere Vereine, die im Kreisteil Hofgeismar Kultur anbieten.

Man könne es derzeit ja eigentlich kaum sagen, aber Christel Frank, Vorsitzende des Hofgeismarer Kulturforums, spricht es trotzdem aus: „Uns geht es gut.“ Auch bei der Liebenauer Vereinsgemeinschaft ist man zufrieden, berichtet Vorsitzender Dietmar Wencek: „Wir haben noch keine finanziellen Probleme.“

Das liegt sicher daran, dass beide Vereine Kultur „nur“ organisieren. Sie sorgen für die Veranstaltungen in Hofgeismar und Liebenau. Ihre Kosten werden durch Einnahmen gedeckt. Und wenn Veranstaltungen ausfallen, entstehen keine Kosten.

Keine Kosten, wenn die Scheune still steht

Auf der sicheren Seite ist die Vereinsgemeinschaft bei der Kulturscheune. Laufende Kosten wie Versicherung trägt die Stadt. Und im Sommer entstehen keine Kosten für Licht und Heizung, erklärt Wencek. Allerdings kann die Vereinsgemeinschaft derzeit auch keine Einnahmen generieren. Die Kulturscheune wird gern für private Feiern vermietet. Wegen der Pandemie mussten allein im Mai drei Hochzeiten abgesagt werden.

Eine Sorge der Hallenmieter seien Abstandszahlungen, berichtet der Vorsitzende. Darauf verzichte die Vereinsgemeinschaft. Wencek fasst das so zusammen: „Wenn die Scheune stillsteht, entstehen keine Kosten.“ Und sollten Lasten drücken, würde der Vorstand das Gespräch mit der Stadt suchen.

Letzte Veranstaltung Anfang März

Er richtet den Blick nach vorn und hofft, „dass es bald weitergeht“. Einen Schritt dafür hat die Vereinsgemeinschaft schon getan. Die „Weibsbilder“, deren Auftritt im März abgesagt werden musste, sollen am 18. April 2021 in die Kulturscheune kommen.

Die Auftritte der beliebten Warburger Musikgruppe „Junger Schwung“, der Oldie-Band „Spätlese“ im November sowie der Weihnachtsmarkt am ersten Dezember-Wochenende wurden nicht abgesagt. Der Verein hofft, dass die Veranstaltungen stattfinden können. Kulturforum-Chefin Christel Frank blickte auf die letzte Veranstaltung des Kulturforums zurück: eine Multivisionsschau über das „wilde Irland“ Anfang März. Die sei sehr gut besucht gewesen, erinnert sich Frank.

Vielleicht hätten die Menschen gefühlt, dass es solche Angebote in den nächsten Monaten nicht mehr gebe und das Angebot deswegen gut genutzt. Das Kulturforum hat auch deswegen keine Ausfälle, weil es keine Großveranstaltungen organisiert. Eine Reihe von Auftritten wurde verschoben.

Hoffen auf Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte

Dabei verliert man aber die nicht aus den Augen, für die das Kulturforum die Bühne bereitet. In seinem Rundbrief verweist der Verein auf Möglichkeiten, Künstler mit Spenden zu unterstützen. Das Kulturforum sieht sich als „Kultur-Bringdienst“, ergänzt Frank. Auf der Internetseite gibt es Links zu Videos von Künstlern. Sie sollen helfen, die Zeit ohne Auftritte zu überbrücken. Das Angebot komme gut an, sagt Christel Frank.

Für die zweite Jahreshälfte hofft man im Kulturforum, dass in kleineren Räumen wieder Veranstaltungen angeboten werden können.

Neue Termine für Veranstaltungen des Kulturforums

Nach der Absage des Hofgeismarer Viehmarktes hat nun auch das Kulturforum entschieden, das Sommer-Kulturfestival gemäß der Verordnung des Infektionsschutzgesetzes abzusagen. Das Festival sollte am Wochenende 22./23. August stattfinden. Neue Termine hat das Kulturforum für zwei Kabarettveranstaltungen festgelegt. Sybille Bullatschek kommt mit ihrem Programm „Ich darf das, ich bin Pflägekraft“ nicht am Mittwoch, 20. Mai, sondern am 12. Mai 2021. Der Auftritt der Landlust-Kabarettisten „Die Präservative Liste“ wird vom 27. Juni auf Samstag, 10. Oktober, verschoben. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit, teilte das Kulturforum mit.

In Kassel hat das Theaterstübchen wieder geöffnet, als einer der ersten Clubs in ganz Deutschland. 

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