Wieder Lächeln in den Läden

Kunden zieht es in Hofgeismar nach Pause in die Geschäfte

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Endlich wieder Spielzeug: Einiges los war gestern im Kinderparadies Meng in Hofgeismar, das auch Antonia Sander und ihre Mutter Bianca Döring besuchten. Wem es dort geling drei Sechsen zu würfeln, der muss das ausgesuchte Spielzeug nicht bezahlen.

Erleichterung war gestern in den Innenstädten im Kreisteil Hofgeismar zu spüren: Die Einzelhändler mit Verkaufsflächen unter 800 Quadratmetern durften öffnen und Kunden bedienen.

Erleichterung bedeutete dies sowohl für die Händler nach langer Zeit ohne Einnahmen als auch für die Kunden, die nun wieder Waren im Fachhandel besorgen konnten.

Für Unmut über die Schließungsregelung hatte beispielsweise die Tatsache gesorgt, dass Eltern, die ihre Kinder vor Ostern beschäftigen wollten, kein Bastelpapier und keinen Karton kaufen konnten oder dass es beispielsweise keine Einkaufsmöglichkeit für Gummibänder gab, um die Gesichtsmasken zu nähen. Im Internet waren die Liefermöglichkeiten nach hinten verschoben, da Gummibänder nicht so wichtig seien, wie eine Kundin erfuhr.

Kunden warteten bewusst auf Öffnung lokaler Läden

Positiv überrascht waren Hofgeismarer Händler wie Michael Chrubasik vom Photoshop, dass die Kunden bewusst beim lokalen Handel blieben, um ihn zu unterstützen und auch vermehrt Trinkgeld gaben. Bei anderen hatten sich etliche Aufträge angestaut, etwa zum Bücherkauf oder zum Uhrenbatteriewechsel. Dass es immer noch Lieferschwierigkeiten für Schutzausrüstungen gibt, musste man auch im Haushaltswarengeschäft Eckhardt und Dippel feststellen. Weil Handschuhe, Gesichtsmasken und Schutzscheiben für die Kassen noch nicht geliefert sind, kann das Geschäft erst kommenden Montag wieder öffnen.

Unterdessen sind die Städte und Gemeinden im Kreisteil damit beschäftigt, zu prüfen, ob die neuen Verordnungen des Landes zu Corona eingehalten werden. Dabei war bei ihnen, und auch bei den Geschäftsleuten, Schnelligkeit gefragt: Denn genaue Vorgaben lagen erst am Wochenende vor – etwa, dass man zwar in Eisdielen Eis im Straßenverkauf erwerben kann, es aber nicht im Umkreis von 50 Metern verzehren darf.

Auch das Ordnungsamt Hofgeismar war am Montag unterwegs: in der Fußgängerzone und in den neu eröffneten Läden. „Wir zeigen Präsenz, aber wir haben kein Maßband dabei“, sagt Bürgermeister Markus Mannsbarth mit Blick auf das Abstandsgebot. Man gängele die Menschen nicht, man sehe sich als Stadt eher als Berater und Unterstützer für Einwohner und Betriebe, wenn es darum gehe, die Regeln einzuhalten. Seine Bilanz bisher: „Das klappt in Hofgeismar gut.“ 

Aufruf: Wo sind Masken erhältlich?

Gesichtsmasken sind in diesen Tagen von Corona sehr gefragt. Auch auf Plakaten der Geschäftsleute in Hofgeismar wurden die Kunden am Montag zur Wiedereröffnung darauf hingewiesen, dass es erwünscht sei, eine Maske zu tragen. Doch wo gibt es diese im Kreisteil Hofgeismar zu kaufen, wer hat Masken vorrätig? Wir wollen unseren Lesern eine Übersicht bieten. Also, wenn Sie Masken verkaufen (oder verschenken), mailen Sie uns an hofgeismar@hna.de

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