Hofgeismar

Landjugend Hofgeismar feiert 70. Geburtstag - "Die muss man erleben“

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Runder Geburtstag: Da bei der Landjugend Hofgeismar jedes Vorstandsamt doppelt besetzt ist, besteht der Vorstand aus einer großen Gruppe. Mit Mitgliedern und Freunden feierte die Landjugend 70-jähriges Bestehen. 

Seit 70 Jahren gibt es die Landjugend Hofgeismar. Zum Jubiläum schauten die 50 Mitglieder zurück und stellten ihr Angebot vor, das von Kurzreisen bis zu Tanzkursen reicht.

Auch ohne Schlepper vor der Tür und Hühner auf der Wiese, kann man durchaus der Landjugend angehören. Wie der Name schon verrät, muss man nur zwei Dinge mitbringen, nämlich jung sein und vom Land stammen. Genau das sind sie auch, die 50 Aktiven der Hofgeismarer Jugend vom Land, die am Freitagabend den Auftakt in ihr Jubliläumswochenende in der Lamerder Dreschhalle feierten.

Eine von 43 hessischen Ortsgruppen ist die Hofgeismarer. Von den 200 Mitgliedern gehört ein Viertel den Aktiven an, die jede Woche zusammenkommen. „Meist treffen wir uns bei irgendwem zuhause, um zu kochen, etwas zu spielen oder einfach miteinander die Zeit zu verbringen, erklärt Henning Hördemann (Ihringshausen), der mit Anna-Lena Sprenger (Hümme) der Vereinigung vorsitzt. Neben jungen Menschen aus dem Altkreis Hofgeismar gehören der Gruppe auch einige aus dem Kasseler Umland an. Weil es die Kasseler Landjugend nicht mehr gebe, hätten sich einige der hiesigen angeschlossen.

Wie es vor 70 Jahren mal los ging, wer damals den Hut aufhatte und wer zu den Gründungsmitgliedern zählte, all das vermögen die aktuellen Mitglieder nicht  beantworten. Lediglich die beiden gebürtigen Trendelburgerinnen Liesel Pfeiffer und Ute Brandau, die als Ehemalige geladen waren, können sich noch an die späten 60er- und anschließenden 70er-Jahre erinnern. „Unser Treffpunkt war das Gasthaus der Deutsche Kaiser in Hofgeismar, dort sind wir jede Woche hingefahren“, erinnerten sie sich. Damals wären allerdings fast nur junge Leute aus der Landwirtschaft dabei gewesen – 90 Prozent bestimmt, schätzen sie. Da damals schon die Teilnahme am Viehmarktsumzug ein Muss war, lobten die beiden Frauen, dass diese Tradition bis heute aufrechterhalten wird.

Doch das ist längst nicht alles, was die örtliche Landjugend so auf die Beine stellt: Tanzkurse, Kurzreisen wie zur Grünen Woche, Ausrichten von Scheunenfeten oder die Teilnahme an Veranstaltungen wie Erntedankfesten stehen auf dem Programm der Gruppe. „Wer wissen will, wie es bei uns ist, dem sage ich immer ´Landjugend kann man nicht erklären, die muss man erleben“, sagte Vorsitzende Sprenger. Einige meinte, dass bei ihnen nur getrunken würde, doch das sei völlig falsch.

Durch den Festabend führten Tabea Schier und Katharina Osterberg als Gretchen und Hilde. Im Stil von „Komm ma nuff mei Jung“, mussten sich da die Redner einiges von ihnen gefallen lassen. Dazu zählten Landrat Uwe Schmidt der am Hit „Dorfkind“ die Vorzüge des Landlebens deutlichmachte. Kreislandwirt Reinhard Rudolph erinnerte an die Talsohle der Vereinigung in den 80er und 90er Jahren und Landtagsabgeordneter Oliver Ulloth (SPD) versprach am letzten Feiertag an der Bauernolympiade teilzunehmen. Unterhaltende Elemente wurden von der Landjugend Laisa mit einem Volkstanz beigesteuert und die Gastgeber selbst führten einen Tanz in Countrymanier auf.

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