Blindes Tier soll eingefangen und behandelt werden

Landkreis gibt Entwarnung: Keine Fuchs-Räude in Sababurg

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Kranker Fuchs im Tierpark: Dieses Foto machte ein HNA-Leser.

Hofgeismar. Der Landkreis Kassel gibt Entwarnung: Bei einem im Tierpark Sababurg beobachteten offenbar kranken Fuchs handele es sich nicht um einen Fall von Fuchs-Räude.

Man wolle das offenbar erblindete Tier einfangen und behandeln.

Die Fuchsräude hat in den vergangenen Monaten Luchse in Hessen und Niedersachsen dahingerafft. Dabei handelt es sich um eine Wildkrankheit, die auch Haustieren gefährlich werden kann. Nun schien die Infektion selbst im Tierpark Sababurg angekommen: Dort wurde ein kranker Fuchs fotografiert. Der Landkreis gab am Freitag Entwarnung: Das Tier sei zwar augenscheinlich krank, aber es sei nicht die Fuchsräude.

Ein HNA-Leser hatte den zerzausten, abgemagerten Fuchs nahe des Rentiergeheges fotografiert. Er hatte trübe Augen und war nicht scheu. Tierärzte des Landkreises prüften die Aufnahmen: „Das Tier ist bemitleidenswert, aber es ist keine Räude“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Es handele sich offenbar um eine Trübung der Hornhaut und Erblindung. Man werde versuchen, den Fuchs aufzuspüren, aus dem Park zu entfernen und zu behandeln.

Die Gefahr durch Wildkrankheiten ist an der Sababurg ein ständiges Thema: Mit Ködern im Umfeld des Tierparks, die Medikamente enthalten, versuche man, kranke Wildtiere abzuhalten.

Fälle von Fuchsräude in der Nordspitze sind auch dem Forstamt Reinhardshagen bekannt: Die Krankheit sei permanent da, aber der Verbreitungsgrad schwanke, sagt Norbert Teuwsen, Leiter des Forstamtes.

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